Nicolai Aldinger

Nicolai Aldinger wurde am 06.07.1988 geboren. Er führt seinen eigenen Ausbildungsstall mit derzeit 10 Pferden auf dem Irenenhof in Döhle bei Andreas Dibowski, mit dem er intensiv zusammenarbeitet und trainiert.

Er studiert Agrarwissenschaften in Göttingen, nachdem er 2012 seine Ausbildung zum Pferdewirt- Schwerpunkt Reiten abgeschlossen hat.

Zum Reiten kam Nicolai über seine Familie: Der Papa ritt Springen, die Mama Dressur, der Onkel Vielseitigkeit. Als kleiner Junge wollte Nico „was mit Action“ machen, sodass schnell klar war, er reitet Vielseitigkeit. Mit 4 Jahren saß er das erste Mal auf einem Pony. Sindy war dann das erste Pony, mit der er in Vielseitigkeitsprüfungen an den Start ging. Sie war es auch, die bei seinem ersten Versuch eines Geländerittes durchging, sodass Nico 2x im Dreck saß.

Doch sein Ehrgeiz war geweckt, das dann jetzt hinbekommen zu wollen. So kam es, dass er mit seiner Stute Incaletta CH bis zur CCI3* Prüfung in Boekelo an den Start ging. Incaletta war für ihn eines der prägenden Pferde: Obwohl ihm einige Topreiter davon abrieten, an diesem Pferde festzuhalten, da sie nicht gut genug sei, glaubte er an die Stute. Sie hatte durch ihren Körperbau und das schwierige Nervenkostüm keine guten Voraussetzungen, ein Vielseitigkeitspferd zu sein. Doch sie lernte es, zu kämpfen.

Nico merkte, dass er mit viel Arbeit, Glauben und Vertrauen in das Pferd einiges erreichen konnte. So wurden die beiden auch 10. der Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter. Dass auch die Trainer nicht gerne auf Incaletta CH setzen wollten, zeigte sich im Anschluss bei der Nominierung für die EM in Kreuth: Durch die Euro im eigenen Land konnten 12 Reiter an den Start gehen, doch mitgenommen wurden nur 10. Nico und Incaletta CH bleiben wegen ihrer durchwachsenen Leistungen in der Dressur zuhause. Ein bitterer und enttäuschender Moment in der jungen Karriere von Nicolai Aldinger.

Doch er ließ sich nicht unterkriegen: 2013 konnte er sich mit La Petite Lolita das erste Mal in einer CCI3* Prüfung in die Platzierung reiten. Ein sehr erfreulicher Moment für ihn, war er zuvor häufig knapp oder ärgerlich aus der Platzierung rausgerutscht. Bevor er das Reiten intensivierte, nahm Nico häufig an Langstreckenläufen teil. Diesen Sport hätte Nico weiter verfolgt, wenn ihn das Reiten nicht so ergriffen hätte.

Beruflich wäre er vielleicht, wie sein Vater, Vermessungstechniker geworden. Dass er für diesen Sport lebt, zeigen seine Ziele: Ein Traum wäre es, einmal für Deutschland zum Championat zu fahren, oder aber an einer 4* Prüfung teilnehmen zu können.

Neben La Petite Lolita hat er seit 2015 noch Tactic im Stall, der ihm von Familie Spethmann zur Verfügung gestellt wird. Dazu kommt nun Newell, der Schimmelwallach mit dem Nico nun auch in 3* Prüfungen schon erfolgreich war. Inspirieren lässt sich Nico von möglichst vielen Reitern, er schaut sich überall das ab, was er für sich gebrauchen kann – bei William Fox-Pitt zum Beispiel dessen Umgang mit seinem großen Oberkörper.

Vor jedem Gelände geht er noch einmal im Kopf den Kurs durch- meist entspannt ihn das so sehr, dass er einschläft. Doch seine Turnierbegleitung weiß Bescheid, wann sie ihn wecken sollte. Scheinbar eine gute Vorbereitung!


Kaderpferd: La Petite Lolita


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