Road to Tokyo

Sichtungsprüfungen CCI4*-S in Marbach und Luhmühlen

Einzug ins Trainingslager und die Quarantäne: 11. Juli 2021
Abflug nach Tokio: 18. Juli 2021
Begleitung der Vielseitigkeitspferde: Lena Steger, Head-Groom von Michael Jung

*Alle Uhrzeiten in Japan Standard Time (JST)

Equestrian (Eventing)

Donnerstag 29. Juli 9:30

Venues: Equestrian Park
  • 1. Vet Check

Freitag 30. Juli 8:30 – 11:00

Venues: Equestrian Park
  • Eventing Dressur Team- und Einzelwertung Tag 1 – Teil 1

Zum Bericht von Dressurtag 1

Startliste Dressur

Live Ergebnisse- Dressur

Live Stream ZDF

Live Stream Eurosport

 

17:30 – 20:10

Venues: Equestrian Park
  • Eventing Dressur Team- und Einzelwertung Tag 1 – Teil 2

Samstag 31. Juli 8:30 – 11:00

Venues: Equestrian Park
  • Eventing Dressur Team- und Einzelwertung Tag 1 – Teil 3

Sonntag 01. August 7:45 – 11:10

Venues: Sea Forest Cross-Country Course
  • Eventing Cross Country Mannschaft und Einzelwertung

Montag 02.August 9:30

Venues: Equestrian Park
  • 2. Vet Check

Montag 02. August 17:00 – 22:25

Venues: Equestrian Park
  • Eventing Springen Mannschaft Finale und Einzel Qualifikation
  • Eventing Springen Einzel Finale
  • Eventing Mannschafts Siegerehrung
  • Eventing Einzel Siegerehrung

Zeitplan

Alle Medaillenentscheidungen LIVE bei Eurosport, weitere Prüfungen auf Joyn

Das neue Olympische Format ab 2020 im Überblick:

Ein Team besteht nur noch aus drei Paaren pro Nation. Sofern eine Nation nicht mit einem Team vertreten ist, dürfen maximal zwei Einzelreiter zum Einsatz kommen.

Die Reihenfolge der drei Prüfungen bleibt wie sie ist: Dressur, Gelände und Springen, woraus sich die Mannschaftswertung ergibt. Danach findet zusätzlich ein weiteres Springen zur Ermittlung des Olympiasiegers und der top Platzierungen in der Einzelwertung statt. Allerdings wird die Vielseitigkeit auf drei Tage verkürzt, alle Reiter starten am selben Tag mit der Dressurprüfung.

Die Anforderungen, das “Olympic Level”, haben in Dressur und Springen Vier-Sterne-Niveau, im Gelände Drei-Sterne-Niveau, mit einer Optimalzeit von 8 Minuten mit einer Strecke von bis zu 4500 m, 45 einzelnen Sprüngen sowie den entsprechenden technischen Anforderungen. Die Qualifikation (MER) von Reiter und Pferd muss dem Niveau entsprechend vorliegen. (Die Streckenlänge wurde nach den Erkenntnissen des Test-Events angepasst.) Das Gelände soll zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr Ortszeit beginnen, sodass die Prüfung gegen 11 Uhr beendet ist, um den Pferden noch bestmögliche Bedingungen bezüglich des Klimas zu bieten.

Bei nur drei Paaren entfällt das bisherige Streichergebnis. Es ist jedoch ein Reservepaar je Team erlaubt, dessen Einsatz mit Strafpunkten belegt ist. Damit ein Team in der Wertung bleibt, kann ferner ein Paar, das eine der drei Teilprüfungen nicht beendet hat, wieder zur nächsten Teilprüfung antreten, sofern es in einer Verfassungsprüfung als „fit to compete“ eingestuft wird. Für die Nichtbeendigung einer Teilprüfung – aus welchen Gründen auch immer – gibt es in der Dressur 100 Strafpunkte, im Gelände 200 Strafpunkte und im Springen 100 Strafpunkte. Dies gilt aber ebenfalls nur für die Teamwertung.

Während einer laufenden Teilprüfung kann ein Reiter-Pferd-Paar durch das Reservepaar ersetzt werden, wenn triftige, tiermedizinische Gründe vorliegen. Dieser Austausch ist einmal pro Team möglich und wird mit 20 Minuspunkten bestraft.

Für Reiter, die wegen gefährlichen Reitens oder Missbrauch des Pferdes disqualifiziert werden, kann kein Ersatzpaar einspringen.

Die Regeln für die Einzelwertung bleiben unverändert.

Deutsche Teilnehmer

Im Anschluss an die zweite Sichtungsprüfung schlug der Vielseitigkeitsausschuß der AG Spitzensport dem DOSB die Paare zur Nominierung vor.

Drei Teamreiter

Michael Jung mit fischerChipmunk FRH oder fischerWild Wave
Sandra Auffarth mit Viamant du Matz
Julia Krajewski mit Amande de B’Neville

Reservisten

Andreas Dibowski mit FRH Corrida
Christoph Wahler mit Carjatan S
Anna Siemer mit FRH Butts Avondale

Grooms der Pferde

Viamant du Matz (Sandra Auffarth) – Nils Trebbe
fischerChipmunk FRH oder fischerWild Wave (Michael Jung) – Lena Steger
Amande de B’Neville (Julia Krajewski) – Sandra Decker
FRH Corrida (Andreas Dibowski) – Susanna Dibowski

Deutsche Offizielle

Steward Office Administration- Antje Schnetter
FEI Footing Specialist- Oliver Hoberg
Music Specialist- Marcus Hinzke

Aktueller Stand

29.07.

Alle deutschen Pferde Amande de B’Neville, Viamant du Matz, Chipmunk und Corrida bekommen das accepted in der Verfassungsprüfung.

Let the games begin!

30.07.

Zu nachtschlafender Zeit in Deutschland reitet Julia Krajewski mit Amande de B’Neville als erste deutsche Reiterin ihre Dressur und legt mit -25,2 ein gutes Ergebnis vor. Zunächst Platz 3 nach dem ersten Dressurblock.

30.07.

Als zweites Paar ritt Sandra Auffarth mit Viamant du Matz ihre Dressur. Ein falsches angaloppieren, nicht so sichere Galoppwechsel und Spannung im Schritt drückten die Bewertung deutlich. Mit -34,1 rangiert sie damit derzeit an 26. Stelle.

31.07.

Michael Jung und Chipmunk liefern eine Dressur in Perfektion und Harmonie ab. Zurecht übernehmen sie mit 21.1 die Führung vor dem Geländetag und legen damit den Grundstein für die erneute Titelverteidigung. Michael Jung konnte heute vor 9 Jahren in London bei seinen ersten Olympischen Spielen mit Sam Einzelgold gewinnen und wiederholte diesen Erfolg noch 2016 in Rio.

01.07.

Julia Krajewski und Amande de B‘Neville sind die Pathfinder fürs deutsche Team und reiten von Anfang an den direkten Weg. Immer die Zeit im Blick lässt Julia die sicher springende Stute frisch galoppieren. Nicht einmal stockt dem Zuschauer der Atem. Julia bringt ihren Befreiungsschlag und ein spitzen Ergebnis für das deutsche Team nach 7:46 Minuten ins Ziel, nur eine Sekunde über der Bestzeit. Glückwunsch zu dieser tollen Geländerunde!

 

Sandra Auffarth sagte bereits nach ihrer etwas enttäuschenden Dressur mit Viamant du Matz, dass sie ihren Fokus nun auf den Geländeritt legen wird- es ist schließlich kein Dressurturnier. Frisch galoppierten sie los, Mad war hochmotiviert. Zeitweise wurde er so stark, dass Sandra doch deutlicher parieren musste. Am Wasserkomplex 13 ereilte sie das Schicksal, Viamant du Matz drückte über die linke Schulter an der Ecke, dem c-Element, vorbei. Durch diesen Vorbeiläufer bekam das Paar und somit auch die Mannschaft 20 Minuspunkte auf das Konto. Sandra gab alles und ließ Mad frisch galoppieren, mit 7:51 Minuten kamen sie nur wenige Sekunden über die Bestzeit. Insgesamt addieren sich -22,4 auf das Ergebnis, was die Mannschaft auf Rang 5 zurückfallen ließ.

Nach den spitzen Nullrunden von Oliver Townend und Laura Collett kann auch der dritte britische Teamreiter von Cheftrainer Chris Bartle, Tom McEwen, ebenfalls eine fehlerfreie Runde ins Ziel bringen. Die Briten gehen damit zunächst unangefochten morgen in den entscheidenden Tag der Abschlussspringen für die Einzel- und Mannschaftsentscheidung.

 

Etwa eine halbe Stunde später als planmäßig starteten dann Michael Jung und Chipmunk auf den Kurs. Sicher am Sprung, sicher auf der Linie und kraftvoll galoppierend zeigte sich der Hannoveraner Wallach und dennoch ging etwas schief! Ein Pin eines MIM-Systems löste aus und es kamen 11 Minuspunkte auf sein und das Konto der Mannschaft. Hoch konzentriert bringt er den Kurs zu Ende, 7:35 Minuten galoppiert er über die Ziellinie. Schade und ärgerlich!

Aus der Traum von einer erneuten Einzel-Medaille für Michael Jung, auch die Mannschaft rutscht aus den Medaillenrängen und geht morgen von Platz 6 aus in das abschließende Springen. Erfreulich: Julia Krajewski und Amande de B‘Neville rangieren an zweiter Stelle nach dem Gelände!