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Goldenes Reiterkreuz für Rüdiger Schwarz

Langjähriger Aachener Gelände-Parcourschef verabschiedet und ausgezeichnet

Seit im Zuge der Reit-WM 2006 die Vielseitigkeit in das Aachener Programm Einzug gehalten hat, tragen die Geländestrecken in der Soers seine Handschrift. In diesem Jahr – direkt im Anschluss an den letzten Starter im Cross – wurde Parcourschef Rüdiger Schwarz verabschiedet. Für seine Verdienste erwartete den 74-Jährigen noch mehr als nur der Beifall des vollen Soerser Stadions: Die Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zeichnete ihn auch mit dem Reiterkreuz in Gold aus, überbracht von FN-Präsident Hans-Joachim Erbel und Präsidiumsmitglied Jürgen Petershagen. Ein Präsent und Dankeschön gab es auch von Birgit Rosenberg, Vorstandsmitglied des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), Sportchefin des CHIO Aachen, verbunden mit dem Hinweis: „In Aachen bleibst du jederzeit willkommen!“

Rüdiger Schwarz zählt seit über 45 Jahren zu den bekannten Größen des Vielseitigkeitssports – zunächst als Reiter, dann als Bundestrainer und schließlich als international gefragter Geländeaufbauer. Zu den Höhepunkten seiner aktiven Zeit gehörten die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1979 in Luhmühlen, Mannschafts-Silber bei der „Ersatz-Olympiade“ in Fontainebleau 1980 sowie Mannschaftssilber und ein vierter Platz in der Einzelwertung bei den Weltmeisterschaften in Luhmühlen 1982. Seine zweite Karriere startete Schwarz als Ausbilder und Trainer. Als Bundestrainers der Pony-Vielseitigkeitsreiter, später dann der Junioren und Jungen Reiter und der Perspektivgruppe Vielseitigkeit sammelten die Reiter unter seiner Leitung insgesamt 81 Medaillen, davon alleine 34 goldene, bei Europameisterschaften.

Schon während seiner Zeit als Bundestrainer war seine Expertise als Kursdesigner zunehmend gefragt, unter anderem zeichnete er für die Strecken für das Weltcup-Finale 2009 im polnischen Strzegom sowie für die Europameisterschaften in Malmö 2013 und in Strzegom 2017 verantwortlich. Zu den wichtigsten Stationen seiner Aufbauer-Karriere zählt allerdings die Gestaltung der Geländestrecke in Aachen, beginnend mit dem Testevent für die WM und die Weltmeisterschaften 2006 selbst. „Du hast es geschafft, den Vielseitigkeitswettbewerb in Aachen auf ein neues Level zu heben. Manch einer sagt: Von einer Kuhwiese zu einer der besten Geländestrecken weltweit. Technisch anspruchsvoll, aber fair“, sprach Jürgen Petershagen Schwarz den Dank im Namen der Reiter, der Pferde, der Mitarbeiter und des Publikums für sein jahrelanges Engagement in Aachen aus. „Auch heute konnten wir wieder einen grandiosen und vor allem fairen Wettbewerb erleben, zu dem du mit deinem, wieder einmal, Weltklasse-Parcours sehr viel beigetragen hast. Die Pferdestadt Aachen und das CHIO Aachen haben dir sehr viel zu verdanken! Denn Vielseitigkeit in Aachen und Rüdiger Schwarz gehören einfach zusammen.“ fn-press/Hb

Beim CHIO Aachen wurde Rüdiger Schwarz (Mitte), der sich nach fast 20 Jahren als Gelände-Parcourschef verabschiedete, mit dem Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet. Hier mit CHIO-Sportchefin Birgit Rosenberg und FN-Präsident Hans-Joachim Erbel (lks.). Foto: Elisa Abeck

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