Was erwartet die Buschreiter in Tryon? – 10 Punkte zu den Anforderungen der WEG


1. Länge:
ca 5.700 Meter Geländestrecke – führt über das Gelände eines früheren Golfplatzes um einen See

2. Sprünge
max. 42 Sprünge

3. Geschwindigkeit:
Durchschnittsgeschwindigkeit 570 Meter/Minute, umgerechnet ca. 34 km/h.

4. Schwierigkeitsgrad
CCI 4*  Höchste Stufe der VS Prüfungen, für Pferde mit viel Erfahrung und internationalen Erfolgen.
4*: Olympische Spiele, Weltreiterspiele + 6 jährlich stattfindende Prüfungen: Badminton (England), Burghley (England), Kentucky (USA), Adelaide (Australien), Luhmühlen (Deutschland) sowie Pau (Frankreich).

Mindestalter der Reiter: 18 Jahre / Pferde mind. 7 Jahre.

5. Geländeprofil:
„..konditionell sehr anspruchsvoll, noch mehr als vor vier Jahren in der Normandie. Die letzten 3 Minuten der Strecke geht es nur bergauf.“ so Bundestrainer Hans Melzer

6. Offizielle:
Einziger Deutscher: Martin Plewa als TD (Technischer Delegierter)
Ground Jury President: Anne-Mette Binder (DEN)

7. Preisgeld:
300.000. US$

8. Neues Bewertungssystem Dressur:
Seit Beginn 2018 werden die Punkte durch Abzug des Dressurergebnisses in Prozent von 100 abgezogen. Wenn ein Paar also 70 Prozent hat, startete es bislang mit 45 Minuspunkten in die weiteren Teilprüfungen, ab 2018 sind es nur noch 30 Minuspunkte. Der bisherige Faktor von 1,5 entfällt. Dadurch verliert die Dressur an Einfluss auf das Gesamtergebnis, die Zeit im Gelände und das Springen werden maßgeblich erhöht.

9. Bewertung:
Sturz Pferd und/oder Reiter: Ausschluss
1. Vorbeiläufer/ Verweigerung: 20 Minuspunkte
2. Vorbeiläufer/ Verweigerung: 20 Minuspunkte (am gleichen Sprung 40)
3. Vorbeiläufer/ Verweigerung: Ausschluss
„Missed Flag“ (Springen außerhalb einer Flagge): 50 Minuspunkte
Auslösen des Sicherheitssystems: 11 Minuspunkte
Überschreiten der Bestzeit: Je angefangene Sekunde 0,4 Minuspunkte

Springparcours: Besteht aus max. 16 Sprüngen und 11-13 Hindernissen. Die 500-600m lange Strecke ist auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 375 m/min ausgelegt.

Mehr Informationen zum Reglement der Vielseitigkeitsprüfungen: https://vielseitigkeitssport-deutschland.de/reglement/

Alltech FEI World Equestrian Games 2014 / Teilprüfung Springen/ Ingrid Klimke SAP Escada FRH / ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser

10. Course Designer:
Brite Captain Mark Phillips (gehört zur „alten Garde“)
Vater der Queen-Enkelin und Weltmeisterin von 2006, Zara Tindall. Von 2001 bis 2012 war Phillips Trainer der US-amerikanischen Vielseitigkeitsreiter, bis 2016 Coursedesigner im deutschen Vielseitigkeits-Mekka Luhmühlen.

Alltech FEI World Equestrian Games 2014 / Teilprüfung Gelände / Sandra Auffarth Opgung Louvo /  ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser