Waregem (BEL) CICO3*: Nationenpreis-Sieg im Regen für Julia Krajewski

Das Nationenpreis-Turnier in Waregem litt leider stark unter den Regenschauern, die am heutigen Geländetag vom Himmel herunterprasselten. Während Simone Blum in Tryon (USA) bei strahlendem Sonnenschein WM-Einzelgold bei den Springreitern gewinnen konnte, überlegten sich in Waregem viele Reiter, gar nicht mehr ins Gelände zu starten.

Das war besonders schade für die Nationenpreis-Prüfung, die um die Mittagszeit stattfand. Der Veranstalter gab sich größte Mühe, die Bedingungen möglichst gut zu gestalten. Doch irgendwann kann man gegen das Wetter eben nichts mehr tun.

Julia Krajewski und Samourai du Thot zeigten sich nach dem überraschenden Ausscheiden in Aachen rehabilitiert und konnten als erste Starter noch im Trockenen eine Nullrunde hinlegen, mit -4,8 aufgrund der Bedingungen am Ende auch die schnellsten Runde im CICO3*. Nach Dressur und Springen lagen sie bereits an zweiter Stelle, sodass sie am Ende ganz oben auf dem Treppchen standen, und die Einzelwertung gewinnen konnten.

Frank Ostholt, der mit seinem selbstgezogenen Jum Jum am Start war, schaffte ebenfalls eine schnelle, fehlerfreie Runde, die mit -8,4 aus der Zeit ebenfalls noch zu den schnellsten fünf gehörte. Mit dem 8 jährigen Wallach konnte sich Frank Ostholt nach Platz 38 in der Dressur auf den zweiten Platz vorarbeiten.

Ähnlich steil bergauf ging es durch ein tolles Gelände für Arne Bergendahl. Nach einem unglücklichen Sturz im Wasser mit seinem ersten Pferd konnte er mit seinem 11 jährigen Irischen Sportpferd Down to the wire nach 7.29 Minuten über die Ziellinie galoppieren. Lediglich -11,6 kamen auf sein Konto, von Platz 13 nach dem Springen ging es für den Newcomer auf Platz 3 nach oben.

Also, das Podium komplett in deutscher Hand. Auch die Mannschaft konnte sich den dritten Platz sichern.

Mit -14,0 brachte Christoph Wahler seinen 9 jährigen Schimmelwallach Carjatan S sicher ins Ziel und steuerte ein Ergebnis zur Mannschaft bei. Er beendet die Prüfung auf PLatz 24 noch in den Platzierungsrängen.

Durch eine sehr ruhige, sichere Runde im nassen Gelände sammelte Michael Jung mit dem 9 jährigen fischerGreenline 38,8 Minuspunkte. Nach Platz 4 nach Dressur und Springen fiel das Paar nun auf Platz 43 zurück.

Julia Mestern kam als letzte Mannschaftsreiterin leider unglücklich aus dem Sattel ihres Grand Prix IWEST und musste dadurch ausscheiden.

Wieder einmal siegte ein Team aus Großbritannien (-130,4) vor der französischen Mannschaft auf Platz 2 (-136,4), Deutschland folgt an dritter Stelle (-148,1). Sicherlich aber ein Nationenpreis, der nicht ganz gleichmäßige Bedingungen für alle Paare lieferte.

Von 101 Paaren zogen 13 vor dem Gelände zurück, 16 weitere mussten ausscheiden oder gaben auf. 10 Reiter und 3 Pferde stürzten.

In der Einzelwertung des CICO3* platzierten sich zudem:

1. Julia Krajewski- Samourai du Thot

2. Frank Ostholt- Jum Jum

3. Arne Bergendahl- Down to the wire

6. Anna-Katharina Vogel- Quintana P

10. Julia Krajewski- Amande de B’Neville

18. Andreas Ostholt- So is et

21. Michael Jung- Lennox

24. Christoph Wahler- Carjatan S

25. Kai-Steffen Meier- Cascaria V

 

Ergebnisse Einzel

Ergebnisse Mannschaft

 

Siegerehrung des CICO3* in Waregem / Bild: privat

 

Julia Krajewski- Samourai du Thot
Luhmühlen 2018
Bild: Kerstin Hoffmann www.eventing-art.com

Frank Ostholt- Jum Jum / Bild: Foto Leszek Wójcik

Down To The Wire Arne BERGENDAHL (GER) / CIC3* Marbach 2018 Foto: AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser