Vorbereitung CCI4* Luhmühlen- Kai-Steffen Meier

Nachdem sein Spitzenpferd TSF Karascada M aus dem Sport verabschiedet wurde, baut sich Kai-Steffen Meier derzeit mehrere Nachwuchspferde auf. Nach tollen Geländerunden in vielen Prüfungen hat er sich nun dazu entschieden, mit Sunny Side First den Sprung die 4* Klasse zu wagen.

„Er gibt mir vor allem im Gelände so ein gutes Gefühl, dass der Unterschied für ihn zwischen der reell schweren CCI3* in Bramham und der CCI4* in Luhmühlen nicht mehr so entscheidend ist. Sunny ist erst 9, ich betrachte den Einstieg in das 4* Niveau als Meilenstein in seiner Ausbildung- wenn der gelungen ist, hat er immer noch viel Zeit um noch besser zu werden. Über die 2* Prüfung in Fontainebleau, eine nationale VM, die er gewinnen konnte, den CIC3* in Marbach und den CICO3* in Houghton Hall wurde Sunny Side First auf diese große Prüfung vorbereitet. In Dressur und Springen verbesserte er sich kontinuierlich,- „da muss er auf dem Niveau noch etwas mehr Routine sammeln und hat da aber auch noch Potential für Weiterentwicklung“, so Kai-Steffen.

„Das Rad wird nicht neu erfunden, Sunny wurde über die gesamte Saison mit dem Ziel einer langen Prüfung aufgebaut.“ Der Trainingsaufbau wird so bleiben, wie für die bisherigen Prüfungen. Die Dressuraufgabe wird er konzentriert mit Dressurtrainer Stefan Hollander üben- „bei Sunny habe ich den Komfort, die gesamte Aufgabe wirklich intensiv trainieren zu können. Da musste ich mir bei Karascada schon immer was einfallen lassen“, erzählt er schmunzelnd. Gymnastikspringen und Parcourstraining steht für Sunny immer wechselnd auf dem Plan.

Aber was intensiviert wird- das Galopptraining. Kai-Steffen hat den Komfort, auf einer Strecke trainieren zu können, die 4 unterschiedliche Anstiege beinhaltet. Von einem kurzen, sehr steilen Anstieg bis hin zu einem langgezogenen, flachen Anstieg ist alles dabei. Mit den Trabstrecken vor und nach den Galoppintervallen ist er in etwa 1 Stunde unterwegs. Wie lange er galoppiert? Das macht Kai-Steffen ganz vom Gefühl abhängig. Die Pferde, die er auf 3* Niveau reitet, kennt er alle schon länger und hat ein Gefühl dafür, in welcher Verfassung sie sich befinden. „Dabei ist nicht einmal das Gefühl beim Galoppieren entscheidend. Viel wichtiger ist, wie schnell die Pferde sich in der Pause nach einem Galoppintervall wieder regenerieren.“

Luhmühlen bedeutet für Kai-Steffen auch ein Zurückkommen in die alte Heimat, in der er 2 Jahre lang lebte. Nach Luhmühlen begleiten wird ihn seine Frau Lara de Liedekerke-Meier- aber nicht zum Helfen und Daumendrücken, denn sie geht selber in der 4* Prüfung an den Start. Beide werden auf ihr bewährtes System zurückgreifen, sodass jeder seinen „persönlichen“ Pferdepfleger mitnehmen wird. Sunny Side First wird von Emma Stewart bestens versorgt werden, sodass Kai-Steffen dem Aufenthalt in der Heide mit seinen Eltern und auch den Besitzern von Sunny Side First motiviert entgegen sieht.

Wiebke Struck