Vielseitigkeitsamazone Julia Krajewski siegt mit Samourai du Thot bei der Dreisterne-Prüfung in Wiesbaden

Nennungsliste Luhmühlen
22. Mai 2015
Vorbereitungen für CCI4* in Luhmühlen – Michael Jung
26. Mai 2015

Vielseitigkeitsamazone Julia Krajewski siegt mit Samourai du Thot bei der Dreisterne-Prüfung in Wiesbaden

Profis und Youngster im Gelände auf Augenhöhe / Michael Jung und Andreas Dibowski setzten sich auf den zweiten und dritten Platz

Von Sonja Slezacek

Die Wetterbedingungen hätten für Reiter und Pferd beim Preis der Familie Prof. Dr. Heicke nicht besser sein können. Angenehme, für Ende Mai eher kühle Temperaturen erleichterten den 34 Startern und ihren vierbeinigen Partnern den diesjährigen Geländeritt der CIC3* im Schloßpark zu Biebrich. Ohne störende Sonnenstrahlen war die Sicht auf die 27 Hindernisse, die es in 5,55 Minuten zu überwinden galt, optimal.

Im Gelände gab es nach der Dressur- und Springprüfung von Freitag keine großen Überraschungen mehr. Die 26-jährige Julia Krajewski ließ sich die Führung vom Vortag nicht mehr nehmen und siegte mit dem 9-jährigen Wallach Samourai du Thot in der Gesamtwertung mit 37.40 Punkten. Gefolgt von Michael Jung auf Halunke FBW mit 42.10 Punkten und Andreas Dibowski auf FHR Butts Avedon mit 42.80 Punkten.

Den vierten Platz holte sich mit dem zweitschnellsten und einem fehlerfreien Geländeritt Ingrid Klimke mit FRH Escada. Das Paar erreichte 46.70 Punkte. Dicht gefolgt von Peter Thomsen, der mit Horeware’s Cayenne und 47.60 Punkten den 5. Rang belegte.

Die schnellste Lady im Gelände war Freya Füllgraebe mit einer Zeit von 5,42 Minuten und 0 Fehlerpunkten. Trotz des rekordverdächtigen Geländeritts, reichte es für die junge Amazone und ihren 18-jährigen Wallach Oje Oje zwar in der Gesamtwertung der CIC3* nur auf Platz 14, die Sportwissenschaftsstudentin holte sich dafür den U25 Förderpreis, der ebenfalls von Familie Prof. Dr. Heicke gesponsert wurde.

An den Profis vorbeigezogen:

Julia Krajewski freute sich riesig über ihren Sieg. Zumal sie mit Sam, so wird Samourai du Thot liebevoll von ihr genannt, einfach mal so vier Olympiasieger hinter sich gelassen hat. „Sam ist immer gut aufgelegt und hat auch hier und da mal Blödsinn im Kopf. Aber heute hat er wieder einmal gezeigt, was er kann. Er ist erwachsen geworden und ich bin total baff, dass es doch für den ersten Platz gereicht hat“, freut sich die Perspektivgruppen-Reiterin. Julia hatte im Gelände 3.20 Fehler und eine Zeit von 6,03 Minuten. Für Julia ist die CIC3* in Wiesbaden ein guter Test für ihre weiteren Prüfungen. „Zusammen mit Sam starten wir in vier Wochen in Strzegom bei der CCI3-Sterne-Prüfung. Wenn das alles gut läuft, sind 4-Sterne-Prüfungen unser nächstes Ziel“, sagt Julia abschließend.

Michael Jung wurde mit seinem 2004 geborenen Württemberger Wallach Halunke FBW Zweiter. Für den gebürtigen Hofheimer ist die Drei-Sterne-Prüfung eine wichtige Vorbereitung auf die kommende Saison. „Ich bin sehr zufrieden mit dem 2. Platz. Halunke hat mir ein gutes Gefühl gegeben, er war konzentriert und schön zu reiten“ sagt der amtierende Europameister, Weltmeister und Olympiasieger. Jung hatte die CIC3* im Schloßpark im letzten Jahr gewonnen. Und auch 2009, 2010 und 2011 ging er als Sieger nach Hause.

Int. Pfingstturnier Wiesbaden 2015 / CIC3* / Michael Jung / Halunke / Informationen:  ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser  Emser Straße 34  65195 Wiesbaden

Int. Pfingstturnier Wiesbaden 2015 / CIC3* / Michael Jung / Halunke / Informationen: ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser Emser Straße 34 65195 Wiesbaden

Andreas Dibowski sicherte sich mit FRH Butts Avedon den dritten Platz. Der Olympiareiter und gebürtige Hamburger ritt mit seinem 12-jährigen Hannoveraner Wallach eine sehr gute Dressurprüfung, hatte 0 Fehler im Springen und absolvierte das Gelände in einer Zeit von 6,01 Minuten. „Ich freue mich über den dritten Platz. Ave ist sehr gut in Form, seine Leistung beständig. Er lieferte eine gute Dressur und ein gutes Springen ab und auch im Gelände ließ er sich nicht irritieren“ freut sich Dibo. Als nächstes konzentriert sich das Paar auf die 4-Sterne-Pürfung in Luhmühlen.

Int. Pfingstturnier Wiesbaden 2015 / CIC3* / Andreas Dibowski / Butts Avedon / Informationen:  ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser  Emser Straße 34  65195 Wiesbaden / Pferd / Informationen:  ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser  Emser Straße 34  65195 Wiesbaden

Int. Pfingstturnier Wiesbaden 2015 / CIC3* / Andreas Dibowski / Butts Avedon / Informationen: ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser Emser Straße 34 65195 Wiesbaden / Pferd / Informationen: ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser Emser Straße 34 65195 Wiesbaden

Anspruchsvolles Gelände:

Für Hans Melzer hat die Vielseitigkeitsprüfung im Schloßpark eine ganz eigene, tolle Atmosphäre: „Die Nähe zum Publikum ist einzigartig. Die Pferde müssen sich erst einmal an solch eine Ablenkung gewöhnen“, sagt der Bundestrainer. Das Gelände in Wiesbaden fordert Reiter und Pferd mit langen Galoppstrecken und vielen engen Wendungen heraus. Der technische Aufbau zielt vor allem auf die Konzentration der Paare ab. Melzer und sein Team freuen sich schon auf die Prüfung in Luhmühlen. Zudem ist die Europameisterschaft im Herbst anvisiert.

Chance für Nachwuchsreiter und Pferde:

Sponsor der Dreisterne-Prüfung ist Familie Prof. Dr. Heicke. In diesem Jahr waren gleich eine Handvoll junger Reiter und Pferde dabei, die erstmals einen solchen Sterneritt absolvierten. Der U25-Förderpreis Vielseitigkeit ist ebenfalls Teil des Wiesbadener Programms. Hier siegte die 23-jährige Freya Füllgraebe auf Oje Oje. „Wir hatten unheimlich viel Spaß im Gelände und sind dafür bekannt, dass wir immer sehr schnell sind“, lacht Freya, die die schnellste Zeit im Gelände hatte. Die Amazone bedankte sich vor allem für die tolle Unterstützung und die Möglichkeiten, die solch ein Turnier bieten. „Ich freue mich über die finanzielle Unterstützung gerade bei dem Förderpreis, da wir das in unserem Alter ja nicht beruflich machen“, sagt Freya abschließend. Dank Familie Prof. Dr. Heicke, der auch die U25-Serie unterstützt, ist dies möglich.