Traurige Erinnerungen an einen ganz großen Sportler: Benjamin Winter

Heute finden die Deutschen Meisterschaften der Junioren und Jungen Reiter in Kreuth ihren Abschluss beim Springen. – Der Sport geht weiter, das Leben geht weiter.

Doch heute, am 14.06.2015 ist einer der Tage, an dem auch Inne gehalten werden sollte.

Vor einem Jahr verunglückte das Ausnahmetalent Benjamin Winter beim CCI4* in Luhmühlen auf tragische Weise tödlich. Zu begreifen ist es nur schwer. Wir möchten den ersten Todestag zum Anlass nehmen, um dem Vorzeigeathleten des Reitsports zu gedenken.

Benjamin Winter starb im Alter von 25 Jahren viel zu früh bei dem, was er aus Leidenschaft zu seinem Beruf gemacht hat: dem Vielseitigkeitsreiten. Er gehörte der Warendorfer Bundeswehrsportschule an. Benjamin Winter konnte mit seinen Ritten immer Werbung für den Sport betreiben: Stilistisch toll anzusehen, egal, ob er über einen 3* Kurs ritt, oder in einer Geländepferde A am Start war.

Bereits im Jahr 2013 konnte er mit Woolpit Amble den 4* Kurs in Pau ohne Hindernisfehler hinter sich bringen. Sein zweiter Ritt über einen 4* Kurs gelang ihm in Luhmühlen mit Wild Thing Z so phänomenal, dass er sicher noch vielen im Gedächtnis ist. Leider stürzte er am selben Tag mit seinem zweiten Pferd Ispo so tragisch, dass er an den Unfallfolgen starb.

Benjamin Winter war dafür bekannt, immer gute Laune zu verbreiten und seinen Sport als Leidenschaft zu leben.

Er gehörte zu vielen deutschen Teams, die bei Nationenpreisen am Start waren. Im Junioren- und Junge Reiter Lager gehörte er vier Mal dem deutschen Aufgebot bei den Europameisterschaften an, was schon früh sein Ausnahmetalent zeigte. In Luhmühlen konnte er 2011 auch im Seniorenlager bei den Europameisterschaften als Einzelreiter starten und wurde mit Wild Thing Z 13. Auch nach Malmö fuhr er 2013 mit Ispo zu den Europameisterschaften und wurde 18. In seinen jungen Jahren gelang es Benjamin Winter bereits mit vier Pferden die 4* Qualifikation zu erreiten. Die meisten Pferde bildete Benjamin selber von klein auf aus.

Ein Mensch und Reiter, wie er im Bilderbuch steht. Leider ist er nicht mehr bei uns!

Ganz besonders denken wir heute an Benjamin Winter, der uns leider viel zu früh verlassen hat. Wir fühlen mit, mit seiner Freundin, seiner Familie und allen, die ihm nahe stehen.

Wir haben seine Bilderbuch-Runden über die Geländekurse Europas vor Augen und versuchen, möglichst zumindest mit einem lachenden Auge die Erinnerung an ihn aufrecht zu halten.

Wiebke Struck