Strzegom CCI3* / CICO3* 2015

In Strzegom ging die Nationenpreis-Serie in ihre nächste Etappe. Im CICO3* ging ein recht junges Amazonen-Quartett an den Start: Franca Lüdeke- Parlando, Julia Mestern- Leo von Faelz, Julia Weiser- Quintana, Jana Weyers- Lardina.

Einige haben aber bereits Erfahrungen bei Championaten machen können. Leider konnten die vier den 2. Platz nach der Dressur nicht nach Hause bringen. Nach einem super Start in der Dressur stürzte Franca Lüdeke an Hindernis 20a von Ex-Bundeschampion und ihrem Europameisterschaftspferd Parlando. Nach einer langen Verletzungspause meldete sich Jana Weyers in dieser Saison mit ihrer Lardina zurück. Doch nach den tollen Erfolgen hatten auch sie in Strzegom das Glück nicht ganz auf ihrer Seite. Eine Verweigerung ließ auch sie zurückfallen. Julia Weiser musste mit Quitana nach tollen Vorleistungen leider mit drei Verweigerungen ausscheiden. Dahingegen war Julia Mestern stolz auf ihren „Leo“: Mit nur 5 Sekunden über der Bestzeit ritten die beiden ihrer zweiten 3* Prüfung über die Ziellinie. Trotz 2 Fehlern im Springen konnten sie sich auf einen tollen 9. Platz vorarbeiten.

Das Team Großbritannien siegt vor Australien und Belgien. – Dahinter schon das deutsche Team auf Rang 4 (von 7 Teams). Nur die Teams aus Großbritannien und Australien konnten 3 Reiter in der Wertung nach Hause bringen. Belgien ging nur mit 3 Reitern an den Start wovon 2 ein anrechenbares Ergebnis brachten.

Ebenfalls fand im Rahmen der Strzegom Horse Trials ein CCI3* statt. Mit dem 8 jährigen fischerTakinou konnte einmal mehr Michael Jung als Sieger gefeiert werden(Dr -34.80, Gel- 3.20 ZF, Spr 0). In der Dressur führte er noch mit seinem zweiten Pferd- Halunke FBW, der die Prüfung mit ein paar Zeitfehlern mehr als sein Stallkollege auf Rang 2 beendete. Samourai du Thot und Julia Krajewski haben nun auch ihre formelle Qualifikation für die Europameisterschaften in diesem Jahr. Nach dem Sieg im CIC3* in Wiesbaden können sie in der ersten langen Prüfung den 3. Platz feiern.

Sandra Auffarth beendete ihren Ritt mit Ispo an Hindernis 22a nach einer Verweigerung. Es zog ein Unwetter auf, und ihr fehlte die letzte notwendige Einwirkung, sodass sie kein Risiko eingehen wollte. Kritik kam auf, dass die Prüfung während des Gewitters nicht unterbrochen wurde. Auch Andreas Dibowski gab mit dem Vollblüter It’s me xx nach einer Verweigerung im Gelände auf.

Platz 1, 2 und 3 für Deutschland- so darf es weitergehen!

Stimmen aus Strzegom:

Julia Krajewski (CIC2* London Return OLD/ CCI3* Samourai du Thot 3.)

“Meine Dressur mit Sam hat etwas wackelig begonnen, aber wir konnten dann gut aufholen. Das Gelände war sehr anspruchsvoll, zumal es sein erster Kurs über 10 Minuten war. Deshalb bin ich den Kurs vom Tempo her nicht zu offensiv angegangen. Sam hat aber bis zum Schluss klasse durchgezogen und war abgesehen von einem etwas rumpeligen letzten Wassereinsprung super sicher und ehrlich. Er hat tolle Sprünge gemacht und ich bin stolz auf ihn. Heute war er richtig gut drauf und sprang gut. Leider hatten wir am letzten Sprung einen Flüchtigkeitsfehler- aber ich war trotzdem sehr zufrieden. Mein Sturz am Wasser im CIC2* war sehr ärgerlich, aber dadurch war ich im CCI3* noch besser vorbereitet, dass die Pferde den Einsprung nicht so gut einschätzen können und saß noch besser hinten. Ein tolles Turnier mit anspruchsvollen, gut zu reitenden Kursen.“

Michael Jung (u.a. Sieger und 2. CCI3*)

„Strzegom ist ein tolles Turnier. Turnierleiter Marcin Konarski ist immer um die besten Bedingungen bemüht. Pferd und Reiter sollen sich wohlfühlen. Dazu dient auch der neue Allwetterboden im Stadion für Dressur und Springen. Die Pferde können in allen Prüfungen dazulernen und bleiben motiviert. Wir fahren mit 5 gesunden, platzierten und qualifizierten Pferden nach Hause- wir sind super zufrieden.“

Nicolai Aldinger (14. im CICO3* mit Tactic)

„Tactic ging das erste Mal 3* und zeigte das, was er derzeit kann. Die letzte Galopptour der Dressur litt leider massiv unter einer Schulklasse, die auf die Tribüne rannte. Tactic hat sich so erschrocken- er wäre fast aus dem Viereck gesprungen und war dann völlig aus dem Konzept. Das schwere Gelände meisterte er einfach super. Im Springen hatte er zwar 3 Fehler, aber ich hatte trotzdem ein ganz gutes Gefühl. Er muss noch lernen, auf dem Niveau in der Prüfung das umzusetzen, was er zuhause mittlerweile gelernt hat. Im Stadion war er aber ganz lässig,- ich bin da recht zuversichtlich. Die Gelände- und Springprüfung war reell schwer und hoch. Das Gelände war auch sehr technisch- es wurde ziemlich viel abgefragt. Ich bin vor allem begeistert von der Weiterentwicklung, die dieses Turnier von Jahr zu Jahr macht. Die Bedingungen zum Reiten sind durch den Allwetterboden nun nahezu optimal.“

 

Über die 1* und 2* Prüfungen können Sie ausführlicher hier lesen: http://www.buschreiter.de/strzegom-horse-trials-cic1-cci1-cic2-cci2/

 

Bericht: Wiebke Struck

Bilder aus dem Gelände von Karl Lohrmann: