Start-Ziel-Sieg für Ingrid Klimke mit SAP Hale Bob OLD bei der CIC3* in Wiesbaden

82. Internationales Pfingstturnier Wiesbaden / Preis der Familie Prof. Dr. Heicke CIC 3*/ Oliver Townend und Julia Krajewski setzten sich auf den zweiten und dritten Platz

(sls) Auf dem mehr als 3,3 Kilometer langen Gelände-Kurs gab es nach der Dressur- und Springprüfung keine großen Überraschungen mehr. Ingrid Klimke legte mit SAP Hale Bob OLD einen Start-Ziel Sieg hin und beendete die Prüfung mit nur 23,8 Punkten. Die amtierende Europameisterin gewinnt somit die CIC3* Prüfung bereits zum fünften Mal und zog damit an Michael Jung vorbei, der vier Mal siegreich in Wiesbaden war. Den zweiten Platz holte sich der Brite Oliver Townend auf Cillnabradden mit 25,2 Punkten, gefolgt von Julia Krajewski auf Samourai du Thot mit 29,1 Punkten. Den vierten Platz belegte Tim Lips auf seinem Schimmel Bayro. Das Paar erreichte 31,7 Punkte. Platz 5 ging an Tim Price und seine Stute Cekatinka mit 35,4 Punkten. Der Neuseeländer gewann zudem einen Ehrenpreis für seinen Ritt, da er mit Cekatinka das Gelände in nur 5,47 Minuten hinter sich ließ und so der Idealzeit am nächsten kam.

Die Wetter- und Bodenbedingungen waren für Reiter und Pferd beim Preis der Familie Prof. Dr. Heicke sehr gut. Angenehme Temperaturen und ein nicht zu harter Boden erleichterten den insgesamt 38 Startern aus gleich zwei CIC3* Prüfungen den Geländeritt im Schloßpark zu Biebrich. Auch in diesem Jahr galt es bei der Event Rider Masters (ERM) Tour 27 Hindernisse in 5,50 Minuten zu überwinden.  Während die erste Prüfung den internationalen Reitern der ERM vorbehalten war, konnten in der neu ins Leben gerufenen Prüfung sowohl Deutschlands beste U25-Reiter starten, aber auch die ERM-Reiter mit einem zweiten Pferd antreten. Sponsor der Event Rider Masters Prüfung mit 25 Startern war Familie Prof. Dr. Heicke mit 60.000 Euro. Die Youngster Tour wurde mit 20.000 Euro Preisgeld von Veronika Dyckerhoff gefördert.

Große Freude bei den Siegern der ERM-Prüfung:

Ingrid Klimke ging aus der Dressur- und Springprüfung mit 22,2 Punkten in den Cross Country Kurs, den sie mit Null-Fehlerpunkten absolvierte. Somit war es eigentlich keine große Überraschungen mehr, dass sie mit „Bobby“ das CIC 3* für sich entschied. Den Geländeritt absolvierte die Olympiareiterin in der Zeit von 5,54 Minuten. „In Wiesbaden herrscht eine ganz tolle Atmosphäre. Die Menge trägt einen sozusagen über die Hindernisse, da muss man sich schon echt konzentrieren, sonst lässt man sich von den Zuschauen mitreißen und wird ganz übermütig“, lachte Ingrid und fügte hinzu: „Der Parcours ist sehr anspruchsvoll, die Hindernisse kommen Schlag auf Schlag, ein kontrollierter Ritt ist daher sehr wichtig. Aber Professor Bobby, so wie wir ihn mit seinen mittlerweile 14 Jahren nennen, hat wieder alle drei Disziplinen klasse gemeistert. Er gibt alles und greift an“, freute sich Ingrid. Der Weltranglisten-Erste Oliver Townend, der in Burghley und Lexington zwei der drei Grand-Slam-Turniere für sich entschied, ging mit 22,8 Punkten in die Geländeprüfung und erreichte mit seinem dunkelbraunen Cillnabradden gewohnt routiniert den zweiten Platz. Julia Krajewski glänzte in Wiesbaden mit Samourai du Thot. Im Gelände schaffte sie es mit einer Zeit von 5,52 Minuten Tim Lips auf Bayro noch zu überholen und sich den dritten Platz zu sichern.

Chance für Nachwuchsreiter und junge Pferde: Bei der zweiten CIC3* Prüfung siegte der Ludwig Svennerstal mit seinem 11-jährigen Wallach Stinger. Für den Schweden war es der erste Ritt in Wiesbaden: „Das Gelände ist sehr anspruchsvoll, es ist zudem die Top-Elite der Buschreiter am Start, die alle ihr Bestes geben“, sagte Ludwid, der mit El Kazir zudem in der ERM-Tour gestartet ist. „Gerade die Kombination der zwei Prüfungen und somit die Chance mit einem zweiten Pferd zu starten, hat Wiesbaden in diesem Jahr so interessant für uns gemacht“, sagt der strahlende Sieger abschließend. Den U-25 Sieg holte sich Jerome Robine mit Quaddeldou R OLD. Für den Bundeswehr-Sportschulen-Student ist diese Prüfung etwas ganz Besonderes: „Neben so großen Namen wie Ingrid Klimke zu starten und sich mit den ganz großen Profis zu messen, spornt einen an mitzuhalten“. Familie Prof. Dr. Heicke unterstützt schon seit Jahren die U25-Förderpreis-Serie. „Mein Ziel ist es, den Nachwuchs zu fördern und jungen Talenten die Möglichkeit zu bieten, in den Sport hineinzuwachsen. Die Youngster müssen unterstützt werden, denn die Pferde sind immer nur so gut wie ihre Reiter“, sagt Prof. Dr. Heicke.

Anspruchsvolles Gelände: Für Hans Melzer hat die Vielseitigkeitsprüfung im Schloßpark eine ganz eigene, tolle Atmosphäre: „Das Gelände in Wiesbaden ist mit Monte Carlo in der Formel 1 zu vergleichen. Man kann nur schwer überholen und sollte somit nach der Dressur und der Springprüfung am besten vorne liegen. Das Gelände fordert Reiter und Pferd mit langen Galoppstrecken und vielen engen Wendungen heraus. Der technische Aufbau zielt vor allem auf die Konzentration der Paare ab. Der Reiter muss es schaffen, sein Pferd schnell von Null auf Hundert zu bringen, um vorne dabei zu sein“, sagt der Bundestrainer.

Alle Ergebnisse aus Wiesbaden unter: https://rechenstelle.de/de/veranstaltungen/2018/wiesbaden-ger/