Spannung, ein deutscher Sieg und eine unglückliche Mannschaftsleistung in Aachen

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Spannung, ein deutscher Sieg und eine unglückliche Mannschaftsleistung in Aachen

Spannender und selektiver konnte der Geländetag in der Aachener Soers kaum sein. Auch die deutschen Paare zollten Tribut an den Kurs von Rüdiger Schwarz. Nur der Zweitplatzierte Australier Christopher Burton schaffte eine „clear round in time“- er wird unter Insidern der schnellste Mann im Cross genannt.

Am Ende siegt Julia Krajewski mit Chipmunk FRH, das deutsche Team landet auf Platz 5. Nachdem Hans Melzer zuvor erklärte, dass der Fokus auf der Mannschaft liegt- das war wohl leider ein Satz mit x.

Den Auftakt machte Andreas Dibowski mit Mannschaftspferd FRH Corrida, die gestern den überbauten Wassergraben im Parcours nicht allzu gern mochte. Eine sichere Runde für die Mannschaft, so die Devise. Das klappte auch, -19,6 für die Zeit kam auf das Konto des Paares. (Platz 31) Am Ende sollte dies das beste Ergebnis im Gelände der Mannschaft sein.

Pech beim Aachen Start hatte Kai Rüder. 40 Sekunden nach Startfreigabe passierte er mit seinem Colani Sunrise erst die Startlinie, die Zeit lief natürlich. Colani Sunrise ließ sich nicht überzeugen, zur Startbox zu kommen. Das Paar lieferte eine gewohnt sichere Runde ab- doch an Hindernis 19b trennten sich fast die Wege. Aber es wäre nicht Kai Rüder, wenn er sich nicht wieder in den Sattel gezogen hätte, und ohne Hindernisfehler über die Ziellinie galoppierte. Die Zeitfehler warfen ihn natürlich im Klassement weit zurück. (Platz 28)

Weit zurück flog auch Ingrid Klimke. Mit SAP Hale Bob OLD startete sie von Platz zwei ins Gelände, doch an 16 a huschte „Bobby“ vorbei. Mit 20 Minuspunkten und zusätzlichen 8,4 Minuspunkten belastet fiel das Paar auf Platz 19 zurück.

Eine Runde ohne Hindernisfehler gelang dagegen Routinier Andreas Dibowski mit seinem FRH Butts Avedon. Nach einem enttäuschenden Springen konnte „Dibo“ nach dem Gelände wieder strahlen. 10 Minuspunkte aus der Zeit brachten das Paar auf Platz 17.

Strahlen konnte auch „Sefi“ Josefa Sommer. Ihr Hamilton lieferte wieder einmal ab. Zweiter Start in Aachen, zweite Runde ohne Hindernisfehler. Mit -12,4 aus der Zeit verbesserten sie sich noch einmal und beenden die Prüfung auf Platz 14.

Eine tolle Aachen Premiere gab Viamant du Matz, der 9 jährige Selle Francais Wallach, geritten von Sandra Auffarth. Mit -12,8 aus der Zeit konnte sich das Paar auf Platz 12 verbessern.

Bei derselben Zeit, 07:32 Minuten, stoppte auch die Uhr bei Einzelreiterin Bettina Hoy und Designer, die damit 11. wurde und das zweit beste deutsche Ergebnis abliefert. Leider nicht für die Mannschaft- die hätte es gut gebrauchen können-.

Nachdem Dibo und Corrida die sichere Runde nach Hause brachten, aber ja durch die Minuspunkte aus Dressur und Springen bereits vorbelastet waren, patzte ausgerechnet Julia Krajewski mit Mannschaftspferd Samourai du Thot. Da Julia vor dem Gelände die Plätze 1 und 2 innehatte, startete sie etwas früher in der Reihenfolge. An 16a passierte dann das Malheur- Samourai du Thot ließ sich nicht überzeugen, über den schmalen Sprung zu springen. Nach drei Verweigerungen schied das Paar aus, sodass das eigentlich als Streichergebnis gedachte Ergebnis von Dibo nun für die Mannschaft zählte.

Hinzu kam der Vorbeiläufer von Ingrid Klimke und Hale Bob- alles in allem Platz 5 für die Mannschaft ( Andreas Dibowski- FRH Corrida, Ingrid Klimke- Hale Bob, Kai Rüder- Colani Sunrise, Julia Krajewski- Samourai du Thot).

Eine konnte heute aber dann doch noch dafür sorgen, dass die deutsche Fahne wehte. Mit Chipmunk FRH sicherte sich Julia Krajewski mit einer routinierten, sicheren und vor allem schnellen Runde den Sieg. Am Ende ließ sie einen hauchdünnen Vorsprung von -0,6 auf den Zweitplatzierten Christopher Burton. Die Plätze 3 bis 6 gehen an die Kiwis. Die Teamreiter Tim Price, Clarke Johnston, Sir Mark Todd und Blyth Tait sicherten dem Team Neuseeland den Sieg im Aachener Nationenpreis 2018 vor den Franzosen und den Schweden.

Sind das schon die Vorzeichen für die Weltreiterspiele in Tryon?

Bundestrainer Hans Melzer gab bisher noch keine Nominierungen bekannt.

Ergebnisse Einzel

Ergebnisse Mannschaft

Julia Krajewski- Chipmunk FRH / Aachen 2018 / Bild: Ingo Wächter

Andreas Dibowksi- FRH Butts Avedon / Aachen 2018 / Bild: Stefan Bramsiepe

Ingrid Klimke- SAP Hale Bob OLD / Aachen 2018 / Bild: Stefan Bramsiepe

 

Julia Krajewski- Chipmunk FRH / Aachen 2018 / Bild: Stefan Bramsiepe

Sandra Auffarth- Viamant du Matz / Aachen 2018 / Bild: Stefan Bramsiepe

Sandra Auffarth- Viamant du Matz / Aachen 2018 / Bild: Stefan Bramsiepe