Neue, sehr interessante 3* Serie in Großbritannien

Der Vielseitigkeitssport muss für die Medien und für die breite Öffentlichkeit noch attraktiver werden- da sind sich alle einig. Großbritannien, das Mutterland der Vielseitigkeit, hat nun dafür eine neue, hoch dotierte Serie auf 3* Niveau ins Leben gerufen.

Alle Prüfungen dieser Serie sollen im Fernsehen übertragen werden. Es soll vor allem mit neuen Technologien dafür gesorgt werden, dass die Vielseitigkeit als neues Sporterlebnis für alle Zielgruppen wird. Dabei stehen die Zuschauer, Sponsoren und Pferdebesitzer im Fokus, aber auch für die Reiter soll der Sport attraktiver werden.

Dazu trägt auch die Dotierung der Serie bei: 50.000 Pfund gewinnt der Sieger der gesamten Serie, ebenfalls 50.000 Pfund gewinnen die jeweiligen Sieger der sechs Etappen.

Um den Wettkampf sportlich besonders interessant zu gestalten, werden zu jeder Prüfung 40 Reiter-Pferde-Paare zugelassen- ausgehend von der aktuellen Weltrangliste. Dadurch ist, ähnlich wie es bei den 4* Klassikern in Badminton und Burghley schon praktiziert wird, für ein hochkarätiges Starterfeld gesorgt.

Die Startreihenfolge der Dressur soll gelost werden, während beim Geländeritt die besten 20 in umgekehrter Reihenfolge an den Start gehen. Das Springen soll in umgekehrter Reihenfolge zum Ranking starten, sodass für maximale Spannung gesorgt wird.

Die 6 Stationen der 3* Serie sind:

Chatsworth House, Derbyshire – 14.– 15. Mai

Bramham Park, Yorkshire – 10. – 11. Juni

Barbury Castle, Wiltshire – 9. – 10. Juli

Gatcombe Park, Gloucestershire – 6. – 7. August

Blair Castle, Perthshire – 27. – 28. August

Blenheim Palace, Oxfordshire – 10. -11. September

Sicherlich ein sehr guter Ansatz, um etwas für den Vielseitigkeitssport als olympische Disziplin zu tun. Auch wäre dies ein Konzept, dass in Deutschland gut denkbar wäre.

Unter anderem bestünde durch solche hoch dotierten Prüfungen auch die Möglichkeit, dass sich die Profisportler mehr auf die Toppferde konzentrieren könnten und sich nicht – so wie es momentan bei sehr vielen Reitern im Spitzensport üblich ist- weitgehend über die Pferdevermarktung finanzieren müssten.