Michael Jung und fischerWild Wave gewinnen das Olympische Test-Event in Tokio

Die EM- Medaillen im Blick
14. August 2019
#wirfuerd : Die deutschen Paare bei den Europameisterschaften in Luhmühlen- Sandra Auffarth & Viamant du Matz
15. August 2019

Michael Jung und fischerWild Wave gewinnen das Olympische Test-Event in Tokio

Michael Jung- fischerWild Wave / Ready Steady Tokyo 2019 / Bild: FEI

In einem Jahr beginnen die Olympischen Spiele in Tokio auch für die Vielseitigkeitsreiter. Drei deutsche Paare waren in dieser Woche zum Test-Event vor Ort, um sich mit den örtlichen und klimatischen Gegebenheiten vertraut zu machen, und um Erfahrungen zu sammeln.

Am Ende stand ein deutscher Reiter ganz oben, der bereits zwei Mal Olympisches Einzelgold gewinnen konnte: Michael Jung. Nach Rang 3 in der Dressur schaffte er es, sich mit zwei Nullrunden bis an die Spitze vorzuschieben. Mit in Tokio dabei hatte er FischerWild Wave.

Peter Thomsen und Horseware Nobleman werden nach einer Nullrunde im Springen Siebte, Jan Mathias und Granulin hatten leider einen Abwurf und werden dadurch im Endergebnis Zehnte.

Endergebnisse

Die ersten Erkenntnisse brachte der Geländetag schon mit sich.

Peter Thomsen zum Geländeritt: „Alle drei deutschen Pferde sind sehr gut gegangen. Teilweise wurden bis zu 42 Grad in der Sonne gemessen, was natürlich eine besondere Belastung darstellt. Die körperliche Fitness des Reiter wird hier im nächsten Jahr defintiv auch ein entscheidendes Kriterium sein. Die Pferde fühlten sich aber trotz der hohen Temperaturen gut an, ein höherer Vollblutanteil wird bei der doppelten Distanz, die hier im nächsten Jahr zu reiten sein wird, kein Nachteil sein.

Unsere Pferde haben alles bislang super mitgemacht, wir sind stolz auf die Burschen. Das Ganze ist doch ganz schön stressig. Die Hitze, die Transporte, viel Trubel. Nun haben sie morgen noch einen ruhigen, gemütlichen Tag, bevor sie übermorgen die Heimreise antreten. Nobi darf berechtigt von viel grünem Gras im Kühlen auf einer Lieblingswiese träumen.
Wir glauben, dass viele wichtige Erkenntnisse durch diese Reise gesammelt werden konnten. Es ist immer gut zu wissen, was auf einen im nächsten Jahr zukommt. Die Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, der Wechsel zwischen heiß und akklimatisiert drinnen.Das Geläuf, die Entfernungen der Wettkampfstätten, Shuttleservice, das Management der stets freundlichen und bemühten Japaner. Welcher Pferdetyp kann am besten mit diesem Klima umgehen? Das Gelände mit seinen Anstiegen wird konditionell anspruchsvoll werden. Und kurvig. Nervenstark müssen sie auch sein, nicht zu sensibel, Pferde sowie Reiter. Wie trinken die Pferde das Wasser hier, fressen sie das Heu und Stroh gut? Es darf ja nichts von zu Hause mitgebracht werden. Das Heu hatte allein schon eine ganz andere Konsistenz.
Die Tierärzte machen sich vertraut mit der Klinik hier und der Humanmediziner besucht für Notfälle geeignete Krankenhäuser.
Nicht nur den Nationen ( es waren eigentlich alle hier, wenn auch einige ohne Pferd, vertreten), vor allem auch die japanischen Organisatoren haben viele Erkenntnisse gewonnen, um im nächsten Jahr einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Wir sind glücklich, bei diesem Abenteuer dabei gewesen sein zu dürfen. Nicht nur der Wettkampf war spannend, sondern auch die Eindrücke von dieser lebhaften Millionenmetropole und der uns doch sehr fremden Kultur.“

Michael Jung siegt mit fischerWild Wave vor Ryuzu Kitajima und Yoshiaki Oiwa/ Ready Steady Tokyo 2019 / Bild: FEI

Michael Jung- fischerWild Wave / Ready Steady Tokyo 2019 / Bild: FEI

Michael Jung- fischerWild Wave / Ready Steady Tokyo 2019 / Bild: FEI