Michael Jung liegt in Kentucky nach Tag 1 der Dressur in Führung

… und das mit Abstand. Auf der 11-jährigen Ituango xx Tochter fischerRocana FST zeigte er eine nahezu fehlerfreie Runde und wurde mit 34,4 Fehlerpunkten belohnt.

Auf Platz zwei folgt mit 43 Minuspunkten Elisabeth Halliday-Sharp (USA) auf Fernhill by Night gefolgt von Phillip Dutton (USA) auf Fernhill Fugitive mit 43,1 Punkten. Heute geht es in den zweiten Dressurtag, bevor es am morgigen Samstag auf die Geländestrecke gehen wird.

Michael Jung ist nach seinem Sieg im vergangenen Jahr nicht nur als Titelverteidiger in den Kentucky Horsepark gereist. In diesem Jahr ist er auch ernsthafter Anwärter auf den Rolex Grand Slam. In dieser Serie geht es um ein zusätzliches Preisgeld von 350.000 US$. Die sind im auch bewußt und Teil der Startegie, weswegen sein zweites Pferd La Biosthetique Sam in der kommenden Woche in Badminton an den Start gebracht wird.

Ausschlaggebend ist aber immer die Tagesform der Pferde beteuert Michal Jung nach der Dressur im Interview. „Am Ende des Tages muss man fühlen, ob das Pferd die Leistung an diesem Tag bringen kann. Wenn sich beim Warm up vor dem Cross alles gut anfühlt, das Wetter, der Boden und die Bedingungen alle gut sind, dann werden wir versuchen anzugreifen.

Den Rolex Grand Slam gibt es bereits seit dem Jahr 2001. Dabei gilt es als Reiter drei CCI4*-Turniere in einem Jahr zu gewinnen und zwar Kentucky in den USA, Badminton und Burghley in Großbritannien. Bisher konnte aber nur eine Reiterin überhaupt die Serie gewinnen: Pippa Funnell. Im April 2003 ritt sie Primmore’s Pride zum Sieg in Kentucky. Eine Woche später, diesmal sattelete sie ihren Doppel-Europameister Supreme Rock, wurde Funnell zur Badminton Siegerin gekrönt. Und nur ein paar Monate später, holte sie sich, jetzt wieder auf Primmore’s Pride, den Sieg in Burghley und damit den Grand Slam.

Foto: ©ROLEX/KIT HOUGHTON