Marcus Döring ist der neue Disziplintrainer Springen für den Bundeskader der Vielseitigkeitsreiter. Am 08. April 1974 wurde er geboren und wuchs in Espelkamp im elterlichen Betrieb schon mit Pferden auf. Den Betrieb hat er Ende 2009 zusammen mit seiner Frau Anna-Christina Döring-Rössler übernommen.

Mit der Berufsausbildung zum Pferdewirt am westfälischen Pferdezentrum legte er den Grundstein für seine Karriere. Bis 1994 wurde er dort von Diplomtrainer Clemens Brüggemann ausgebildet. Im Anschluss an ein von Paul Stecken vermitteltes Jahr Zivildienst arbeitete er ab 1995 am Landgestüt in Warendorf. Im Jahr 2000 machte er dort auch seine Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister.

In der Zeit am Landgestüt bildete er vor allem die jungen Hengste aus, zunächst zusammen mit Dr. Gerd Lehmann, im Weiteren dann mit Heinrich-Wilhelm „Kaiser“ Johannsmann. In seiner bisherigen Karriere konnte Marcus Döring 61 Siege und Platzierungen der Klasse S feiern. Von Reitpferdeprüfungen bis zu Springprüfungen der Klasse S*** reicht die Bandbreite seiner Erfolge. Einige der Hengste, die er von der Pike an ausbildete, schafften es bis in den Spitzensport. Auch die Hengste Cornado NRW (Reservist in Rio) und Vulkano FRH (hochplatziert bis S*****), die ihren Weg mit Marcus Döring über die Bundeschampionate und die Jungpferde-Weltmeisterschaften in Lanaken gingen, bis sie mit Marcus Ehning in den großen Sport gingen, zählen dazu. Für die Ausbildung von Nachwuchspferden zeigt er sich regelmäßig mit großem Erfolg verantwortlich, alleine 197 Siege in Springpferdeprüfungen gehen auf sein Konto.

Während seiner Zeit am Landgestüt in Warendorf bildete Marcus Döring zudem die Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister aus. Einen Großteil der Kaderreiter lernte er in dieser Zeit schon kennen und arbeitete zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung oder Meisterprüfung mit ihnen zusammen. Auch Sandra Auffarth trainiert seit ihrer Zeit in Warendorf mit Marcus Döring, er begleitete sie schon nach London und Rio zu den Olympischen Spielen und auch beim Doppel-Weltmeistertitel in der Normandie gab er ihr die letzten Tipps für den Parcours.

„Ich bin super motiviert. Mein Ziel ist es, für jeden das Bestmögliche zu geben und jeden Einzelnen optimal zu fördern. Einige der Reiter kenne ich schon aus früheren Zeiten, aber es ist spannend, nun die neuen Pferde kennenzulernen- und natürlich die für mich neuen Reiter-Pferde-Kombinationen. Erst einmal lasse ich das Ganze auf mich zukommen. Wir haben im derzeitigen Kader-Lehrgang schon gute Ansätze gefunden. Vor allem kommen auf lange Sicht sehr viele sehr gute Pferde nach, auf die weitere Arbeit freue ich mich ganz besonders.“

Titelbild: Zeichnung von Kerstin Hoffmann- www.eventing-art.com