Luhmühlen – Bettina Hoy führt weiterhin im CCI4* und in der CIC3*

Ein sonniger Tag in Luhmühlen, Bilder des Vielseitigkeitssports vom Feinsten- das war der heutige Geländetag. Auch die anderen deutschen Paare präsentierten sich hervorragend. Alle Reiter hatten eins gemeinsam: Mit einem Lächeln im Gesicht ritten sie über die Ziellinie.

Allen voran zeigte sich Bettina Hoy nach beiden Geländeritten mit einem strahlenden Lächeln: Sie konnte beide Pferde mit Nullrunden ins Ziel reiten und ihre Führung in der CCI4* und der CIC3* halten. In der CIC3* und den Deutschen Meisterschaften hat sie -6,4 Punkte Vorsprung mit -26,3 auf Ingrid Klimke, die mit Weisse Düne an zweiter (-32,7) und mit Horseware Hale Bob OLD (-33,3) dritter Stelle rangiert. Aber auch Michael Jung und Star Connection liegen noch in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen mit -35,6 auf Rang 4. Durch eine verschenkte Sekunde, die Julia Krajewski und Chipmunk FRH zu lange im Gelände unterwegs waren, rutschte das Paar auf Rang 5 (-36,0).

Ergebnisse CIC3*

In der 4* Prüfung liegen die Spitzenpaare noch dichter beeinander, hier kann sich Bettina Hoy mit Designer keinen Abwurf erlauben, ohne den Sieg zu gefährden (-36,0). Ihr auf den Fersen ist Julia Krajewski, die mit Samourai du Thot heute wieder einmal eine top Runde im Gelände zeigte (-37,1). Bulana gab unter Nicola Wilson ihr 4* Debüt und das ebenfalls makellos: Rang drei mit -38,7. In Schlagdistanz zu den top 5 rangiert Andreas Dibowski mit FRH Butts Avedon an 6. Stelle mit -41,4.

Ergebnisse CCI4*

 

Morgen um 11.00 Uhr beginnt die Springprüfung der CIC3*, um 13.45 Uhr die CCI4*, nachdem morgens beide Verfassungsprüfungen stattfanden.

 

Bettina Hoy: „Die beiden Pferde sind so verschieden, für mich wäre es fast besser gewesen, Designer zuerst zu zu reiten. Micky ging heute morgen schon eine phantastische Runde, aber er benötigt vor allem am Wasser immer noch einen Moment mehr um seine Aufgabe zu verstehen. Ihn muss ich da doch etwas anders hinreiten, als Hasi. Er ist da insgesamt forscher. Am Wasser hatte ich einen wirklichen Schreckmoment, da war ich gedanklich wohl noch im Reiten von Micky. Designer hat aber alles gegeben und ich konnte die jahrelange Schule von Chris Bartle anwenden, ich dachte „oh shit“ und habe genau das gemacht:oh shit position und dann ging es straight weiter. Ab dann lief es wie am Schnürchen, ich wollte es wohl für mich selber nochmal spannend machen. Nach etwas mehr als 7 Minuten ist meine Uhr stehen geblieben, ich habe dann immer nochmal etwas Gas gegeben, denn ich wollte ja schon gerne in die Zeit reiten.“ Auf die Frage, wie gut Designer springt: „Also, wenn ich alles richtig mache, kann Designer wirklich gut springen. Aber ich glaube der record von Julia sieht besser aus, als meiner. Aber am Ende ist das auch eigentlich egal. Ich bin überglücklich, wie meine beiden Pferde heute liefen, das war so phantastisch. 1978 habe ich hier das erste Mal geritten, das ist schon eine ganze Weile her. Hier heute zwei Mal in Führung zu liegen macht mich mehr als glücklich.“

Julia Krajewski: „Auch ich saß heute auf zwei Pferden und hab gemerkt, dass das doch immer was anderes ist. Ich habe mich heute morgen sehr über die eine Sekunde geärgert, die ich mit Chipmunk zu lange getrödelt habe, das wollte ich gar nicht und hat mich einen Platz gekostet. Vor der 4* war ich dann auch doch etwas nervöser, das war ja auch die erste 4* nach Rio und in diesem Jahr. Aber ich wollte nicht, dass mir das nochmal passiert, deswegen bin ich vom Start an schon gut vorwärts geritten. Aber mein Gefühl war von Anfang an so gut, dass ich da sehr positiv rangegangen bin. Ich konnte alles nach Plan A reiten und es war nirgendwo ein große Unsicherheit zu merken. Sam ist in einer super Form, er ist nochmal ein Jahr älter und gereifter im Vergleich zum letzten Jahr. Ich habe das Gelände mit Rüdiger Schwarz und Andrew Nicholson abgegangen, wir hatten da alle ähnliche Ideen und das konnte ich auch ganz gut umsetzen. Egal wie es morgen ausgeht, ich bin super zufrieden. Das Gelände ist ja doch nunmal das Wichtigste in unserem Sport, wenn da alles gut klappt, ist man auch am allerglücklichsten.“

Turnierleiterin Julia Otto: „Ich möchte mich bei unserem gesamten Team für die phantastische Leistung den ganzen Tag über danken. Wir hatten lange nicht mehr so viele Besucher, wir haben noch keine genauen Zahlen, aber ich kann schon sagen: Volles Haus bei Sonnenschein. Unser Luhmühlener Aufbau-Team David Evans und Carl Fletcher wurde für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020 ausgewählt, das ist eine ganz besondere Ehre und ein tolles Lob für die tolle Arbeit.“