Leonie Kuhlmann blickt nach vorne auf ihr Aachen Debüt

Leonie Kuhlmann und Cascora sind ein jahrelang eingespieltes Team. Cascora kam gerade fünfjährig in den Stall von Leonie, 2010 starteten sie gemeinsam das erste Mal in einer internationalen Prüfung. Zusammen erreichten die beiden ihre größten Erfolge. Zwei Mal konnten sie die deutschen Farben bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter vertreten, zuletzt 2014.

Nach einer tollen Saison 2016 mit vielen Erfolgen im 3* Bereich erreichten Leonie und „Cora“ im Oktober in Strzegom mit dem 2. Platz im CCI3* ihre Qualifikation für die Europameisterschaften im Seniorenlager. Fünfte der CIC2* in Luhmühlen, Sechste der CIC2* in Radolfzell, Vierte der CIC3* in Marbach und 13. der hochkarätig besetzten CIC3* in Luhmühlen bedeuteten für die Jura-Studentin und ihre 13 jährige Schimmelstute einen Platz auf der Longlist und einen Startplatz für die letzte Sichtungsprüfung, das CHIO in Aachen. In Marbach und Luhmühlen konnten sie zudem die beiden Stationen des U25-Förderpreises, der für Reiter/innen unter 25 Jahren ausgeschrieben ist, für sich entscheiden. Derzeit führt Leonie Kuhlmann dadurch in der Gesamtserie.

Wir haben Leonie dazu befragt.

 

VSD: Herzlichen Glückwunsch erst einmal zur Nominierung für die Longlist und zum Startplatz beim CHIO in Aachen! Über was von beidem hast du dich mehr gefreut? Wie hast du davon erfahren?

Leonie: Danke! Nach der Siegerehrung in Luhmühlen gab es eine „Lagebesprechung“ mit dem Vielseitigkeitsausschuss, unserem Bundestrainer und allen in Frage kommenden Reitern. Ich kann gar nicht sagen, über was ich mich mehr freue. Jedenfalls freue ich mich über beides sehr, da es auch eine Anerkennung des ganzen Trainings- und Zeitaufwandes ist, was zeitlich neben meinem Jurastudium nicht so einfach ist.

VSD: Was bedeutet es dir, in Aachen an den Start zu gehen?

Leonie: In Aachen starten zu dürfen, ist natürlich der Traum eines jeden Reiters. Die Bedingungen sind perfekt, die Kulisse ist einzigartig und alle Disziplinen treffen aufeinander.

 

VSD: Wie sieht deine Vorbereitung für Aachen aus? Gibt es Veränderungen im Vergleich zum Beispiel zur Vorbereitung für Luhmühlen?

Leonie: Zur Vorbereitung waren wir Montag und Dienstag nochmal in Warendorf zum Longlistlehrgang. Ansonsten bleibt alles wie gehabt: Dressurtraining bei Leonie Bramall, ca. alle fünf Tage am Berg galoppieren, ausreiten usw.

 

VSD: Du warst schon als Nachwuchsreiterin erfolgreich bei Europameisterschaften am Start. Gibt es Unterschiede, jetzt wo du so nah an deinem ersten Start im Seniorenlager stehst?

Leonie: Ein großer Unterschied ist, dass ich mit Abstand die jüngste bin – bei den Nachwuchsreitern waren wir ja alle im gleichen Alter. Außerdem sind mittlerweile fast alle anderen Berufsreiter, umso besonderer ist es natürlich, als Amateur dabei zu sein.

 

VSD: Was wurde im Longlist Lehrgang schwerpunktmäßig trainiert? Sind auch schon Teambuilding Maßnahmen eingeflossen?

Wir haben nochmal prüfungsnah mit Jürgen Koschel die Dressuraufgabe trainiert und ein paar Geländesprünge gemacht. Viel Zeit blieb natürlich in den 1,5 Tagen nicht, wir waren aber Montag alle zusammen Essen.

 

Wir wünschen dir viel Erfolg in Aachen und drücken die Daumen für die Nominierungen!