Kaderlehrgang als letzte Vorbereitungen für die Saison

Nächste Woche geht es auch schon los – das CICO3* in Fontainebleau steht an. Ein deutsches Team ist im Nationenpreis allerdings nicht am Start – Michael Jung (mit La Biostetique Sam FBW und fischerrocana FST) und Andreas Dibowski (mit FRH Butts Avedon) fahren als Einzelstarter nach Frankreich.

Aber auch die anderen Bundeskaderreiter starten in wenigen Tagen in die Saison- zumeist am 1.4. beim CIC2* in Luhmühlen.

Um eine letzte gezielte Vorbereitung auf die Saison zu haben, findet in dieser Woche ein Bundeskaderlehrgang am DOKR in Warendorf mit den Bundestrainern Hans Melzer und Chris Bartle statt. Die Reiter teilten sich in etwa in zwei Gruppen auf, die eine von Montag bis Mittwoch, die zweite Gruppe von Mittwoch bis Freitag. Der ein oder andere hatte noch anderweitige Verpflichtungen, denen die Lehrgangsteilnahme flexibel ermöglicht wird.

Die erste Gruppe an Reitern reiste Sonntag bzw. Montag an: Ingrid Klimke, Kai-Steffen Meier, Anna-Maria Rieke, Claas Romeike, Josefa Sommer und Peter Thomsen.

Montag fand das erste Geländetraining statt. Es wurden einzelne technische Aufgaben trainiert, die jeweils für das Alter und den Ausbildungsstand des Pferdes angepasst wurden, denn die Kaderreiter hatten auch ihre Nachwuchspferde im Gepäck.

Dienstag gab es Abwechslung für die Reiter: Sie arbeiteten mit Physiotherapeut Dr. Christian Peiler zusammen. 30 Minuten lang erlernten sie neue Übungen zu Mobilisierung, erhielten eine ostheopathische Behandlung und wurden mobilisiert. „Da denkt man ja immer erstmal daran, dem Pferd etwas Gutes zu tun, aber nicht an sich selber“, erzählt Anna-Maria Rieke lachend von dieser als sehr positiv empfundenen Trainingseinheit.

Danach ging es aber aufs Pferd: Die Reiter sprachen mit den Bundestrainern zuvor eine Aufgabe ab, die sie reiten sollten. Unter Aufsicht von Chris Bartle bereiteten sie 25 Minuten lang die Pferde auf die Dressuraufgabe vor. Wie in einer Dressurprüfungen wurde einmal ums Viereck geritten- und los ging es. Die Aufgabe wurde anschließend mit Chris Bartle besprochen, und je nachdem, welche Fehler auftraten, auch ein 2. Mal geritten werden.

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Abends wurde es dann geselliger: Bei einem gemeinsamen Abendessen referierte Chris Bartle zu „Chris Regeln zum sicheren Vielseitigkeitsreiten“. Er zeigte Videosequenzen von missglückten Szenen und Szenen, wie es sein soll.

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Das Ganze sollte am abschließenden Trainingstag gefestigt werden. Es wurde ein längerer Kurs ausgewählt, der mit allen – wieder dem Ausbildungsstand angepassten- Schwierigkeiten ausgestattet war. Die Reiter konnten so schon einmal -mit Hinblick auf die Saison- eine Art Geländeritt auf dem jeweiligen Niveau absolvieren.

Stimmen zum Bundeskaderlehrgang:

„Der Bundeskaderlehrgang bietet einfach optimale Trainingsbedingungen. Es ist schon etwas anderes, bei den Voraussetzungen mit den Bundestrainern zusammen zu arbeiten, als zuhause zu reiten. Ich sehe auch gerne den Top-Reitern beim Training zu, da kann man immer noch was von abschauen und lernen.“ (Claas Romeike)

„Die Trainingsmöglichkeiten habe ich zuhause nicht- zumindest nicht in der Form. Die verschiedenen technischen Linien mit sukzessiver Steigerung des Schwierigkeitsgrades und auch des Umfangs helfen mir enorm als Vorbereitung auf die Saison.“ (Anna-Maria Rieke)

„Ich konnte mir bei dem Kaderlehrgang sehr konzentriert bei top Bedingungen den letzten Schliff für die Saison holen.“ (Kai-Steffen Meier)

„Das Geländetraining und die Videoanalyse haben mir aufgezeigt, an was ich zuhause noch arbeiten muss. Für mich war genau das sehr hilfreich.“ (Josefa Sommer)

Wiebke Struck