Ausblick EM- Teil 1: Josefa Sommer blickt auf ihr Championatsdebüt

Josefa Sommer wird mit ihrem Hamilton in knapp zwei Wochen ihr Championatsdebüt bei den Europameisterschaften in Strzegom geben.

Bereits der Start in die Saison glückte- das Paar konnte die CIC2* Prüfung in Luhmühlen vor den meisten Mitgliedern des Championatskaders für sich entscheiden. Mit jeweils Platz 2 in Radolfzell (CIC2*) und Marbach (CIC3*) zeigten sie schnell, dass sie sich dieses Jahr für die Equipe empfehlen möchten. Platz 8 in der Event Rider Masters Prüfung in Wiesbaden (CIC3*) und Platz 11 im namhaften Starterfeld in Luhmühlen bei den Deutschen Meisterschaften (CIC3*) machten den Weg frei für Sefi’s ersten Start in Aachen. Und auch die Premiere beim dortigen Nationenpreis konnten sie mit Platz 13 in der Rolle der Pathfinder als mehr als gelungen bezeichnen. Im Anschluss daran erfolgte die Nominierung, die beiden werden nach derzeitigem Stand als Einzelreiter starten.

Zum Portrait von Hamilton

Wir hatten Josefa Sommer im Interview zu ihren letzten Vorbereitungen und ihren Emotionen rund um Aachen und Strzegom.

Das erste Mal für Deutschland bei einem Championat zu starten,- wie fühlt sich das an?

Für Deutschland ein Championat zu reiten war für mich schon immer ein Traum, einen kleinen Vorgeschmack, wie sich so etwas wohl anfühlt durfte ich schon bei Nationenpreisen erfahren.
Aber ein Championat ist ein Championat und daher freue ich mich sehr dabei sein zu dürfen.

Aachen war sicherlich schon etwas ganz Besonderes. Wie war deine Reaktion, als du wusstest, du fährst nach Strzegom?

Aachen war für mich schon wie ein Championat -und ein einzigartiges Erlebnis dort reiten zu können! Es ist unglaublich und hat sehr sehr viel Spaß gemacht! Dass ich jetzt auch noch nach Polen reisen darf, ist natürlich unbeschreiblich und setzt dem Gefühl aus Aachen noch die Krone auf, aber man darf nicht völlig abheben. Ich muss jetzt einfach jeden Tag normal weiter arbeiten und trainieren und hoffen, dass bis Polen nichts passiert! Ich weiß sehr wohl, wie schnell so etwas umschlägt und man doch nicht fahren kann, da Pferd oder Reiter sich verletzt haben, daher muss man sich an dem erfreuen was man erlebt hat- und sich mit vorsichtiger Vorfreude auf das vorbereiten was da kommt.

Wer wird dich zu den Europameisterschaften begleiten?

Begleiten wird mich meine Pflegerin Cordula Apel. Nach Polen werden auch der Pferdebesitzer Florian Appe und auch mein Mann Christoph nachkommen. Eventuell auch mein Vater, da wir aber zuhause ein Wochenende später auch Turnier (mit Prüfungen bis CIC1*) haben, wird es nicht einfach sein.

Wie sieht deine Vorbereitung in den nächsten Tagen noch aus, bevor du ins Trainingslager reisen wirst?

Mein Training hat sich nicht viel verändert. Nach Aachen hatte er ein paar Tage leichtes Programm und dann war ich am Berg galoppieren, auch nochmal ein bisschen mehr als vor Aachen das werde ich wohl auch noch einmal machen.

Dann mache ich nur noch etwas Springgymnastik, um ihn bei Laune zu halten und reite natürlich viel Dressur- ansonsten geht er viel auf die Wiese und entspannt sich, denn das wichtigste ist, dass er bei Laune bleibt !

Worauf freust du dich ganz besonders?

Ich freue mich ganz besonders auf die Zeit in Polen mit netten Menschen um mich herum und hoffe, dass alle gesund und fröhlich wieder nach Hause reisen!