Ingrid Klimke siegt mit Horseware Hale Bob OLD bei der Drei-Sterne-Prüfung in Wiesbaden

CIC3* Wiesbaden – Ingrid Klimke Overnight Leader
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Ingrid Klimke siegt mit Horseware Hale Bob OLD bei der Drei-Sterne-Prüfung in Wiesbaden

80. Internationales Pfingstturnier Wiesbaden / Preis der Familie Prof. Dr. Heicke CIC 3*/ Deutsche Starter räumen ab

(sls) Die Bodenverhältnisse hätten in dem diesjährigen Geländeritt der CIC3* im Schloßpark zu Biebrich nicht besser sein können. Dabei sah das am Freitag noch ganz anders aus. Aufgrund der starken Regenfälle stand der ganze Cross förmlich unter Wasser. Von den Überschwemmungen war am Samstag jedoch nichts mehr zu sehen und so konnten sich die 26 Starter bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen voll auf die 28 Hindernisse, die es in 5,55 Minuten zu überwinden galt, konzentrieren.

Ingrid Klimke legte mit Horseware Hale Bob OLD einen Start-Ziel Sieg hin und beendete die Prüfung mit lediglich 32,5 Punkten. Gefolgt von Julia Krajewski auf Chipmunk FRH mit 37,6 Punkten und Andreas Ostholt auf Pennsylvania mit 42,1 Punkten.

Pfingstturnier 2016 / ReiterPferd / Informationen: ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser Triefenbergweg 2a 65388 Schlangenbad

Den vierten Platz holte sich mit 44,1 Punkten ebenfalls Vielseitigkeitsamazone Julia Krajewski, dieses Mal mit ihrem 10-jährigen Wallach Samourai du Thot, mit dem sie letztes Jahr als Siegerin der CIC3* hervorging. Etwas weiter abgeschlagen belegte der Finne Elmo Jankari auf Duchess Desiree mit 53,8 Punkten den 5. Rang. Stephanie Böhe sicherte sich mit Haytom nicht nur den 6. Platz, die Nachwuchsreiterin holte sich zudem den U25 Förderpreis, der ebenfalls von Prof. Dr. Heicke gesponsert wurde. Lokalmatador Jörg Kurbel zeigte sich ebenfalls in sehr guter Form. War er nach der Dressur noch auf Rang 20, ging er nach dem Springen auf Position 13 ins Gelände und konnte letztendlich noch einen tollen neunten Platz für sich und Brookfield de Bouncer sichern.

Schnellster Reiter im Gelände war Andreas Ostholt. Mit einer Zeit von 6,04 Minuten schoss er mit seiner Stute „Penny“ an den Amazonen vorbei. Dabei sah es lange Zeit ganz danach aus, dass in diesem Jahr die Damen das Rennen für sich entscheiden und die Plätze eins bis drei belegen. Sandra Auffarth ging mit Wallach Ispo nach der Dressur und dem Springen auf Rang 4 in die Geländeprüfung. Allerdings stolperte Ispo bei Hindernis 20 und Sandra stürzte. Reiterin und Pferd geht es aber gut.

Start-Ziel-Sieg für Klimke und Olympiapferd „Bobby“

Ingrid Klimke ging aus der Dressurprüfung mit 27,3 Punkten ins Springen, das sie mit Null-Fehlerpunkten absolvierte. Somit war es eigentlich keine große Überraschungen mehr, dass sie mit „Bobby“ das CIC3* für sich entschied. Den Geländeritt absolvierte die Olympiareiterin in der drittschnellsten Zeit von 6,08 Minuten. „In Wiesbaden herrscht eine ganz tolle Atmosphäre, da muss man sich schon echt konzentrieren, sonst lässt man sich von den Zuschauern mitreißen und wird ganz übermütig“, lachte Ingrid und fügte hinzu: „Der Parcours ist sehr anspruchsvoll, die Hindernisse kommen Schlag auf Schlag, ein kontrollierter Ritt ist daher sehr wichtig. Aber Bobby hat alle drei Disziplinen klasse gemeistert. Er war flott, beherzt und mutig“. Als nächstes stehen Luhmühlen und Aachen auf dem Plan, als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. „Wir sind hochmotiviert und möchten das Mannschaftsgold in Rio verteidigen“, freute sich Klimke.

Vorjahressiegerin Julia Krajewski freute sich sehr über ihre beiden Platzierungen. Für den 8- jährigen Chipmunk FRH, mit dem sie Platz 2 belegte, war es die erste Drei-Sterne-Prüfung.

„Ich bin so stolz auf ihn. Er hat die Prüfungen souverän gemeistert und ist sicher ins Ziel geritten. Mit Samourai du Thot, mit dem Julia im letzten Jahr einfach mal so vier Olympiasieger hinter sich gelassen hat, ritt sie auf den 4. Platz. „Samourai und Chipmunk müssen Zuhause mal ein ernstes Wörtchen miteinander reden, wer jetzt eigentlich der Chef im Hause ist“, lachte Julia.

Pfingstturnier 2016 / Chipmunk FRH Julia Krajewski (GER) / Informationen: ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser Triefenbergweg 2a 65388 Schlangenbad

Andreas Ostholt glänzte nicht nur auf dem dritten Platz, er war mit Pennsylvania auch der schnellste Reiter im Gelände. 38,5 Punkte in der Dressur, Null-Fehler beim Springen und die Top Zeit von 6,04 Minuten im Gelände sicherten ihm einen der vorderen Plätze. „Ich hatte Penny bestimmt eine Woche vor Wiesbaden nicht gesehen, da ich noch in Badminton war. Aber wir konnten bei der Prüfung alles wunderbar abrufen, sie hatte die Ohren aufmerksam vorne und die Sprünge kamen einfach nur positiv auf uns zu“, freute sich Andreas.

Pfingstturnier 2016 / Pennsylvania 28 Andreas Ostholt (GER) / Informationen: ©AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser Triefenbergweg 2a 65388 Schlangenbad

Michael Jung platzierte sich in diesem Jahr mit seinem Olympiapferd fischerTakinou mit einer Gesamtpunktzahl von 72,3 Punkten auf Rang 10. Für Jung war die Drei-Sterne-Prüfung eine gute Vorbereitung auf Olympia. „Ich bin sehr zufrieden mit Takinou. Er ist eine gute Dressur geritten und war toll Gelände. Die nächsten Etappen sind Stregzom und Aachen und dann ist Takinou hoffentlich in Topform für Rio“, sagt Jung.

Anspruchsvolles Gelände

Das Gelände in Wiesbaden fordert Reiter und Pferd mit langen Galoppstrecken und vielen engen Wendungen heraus. Der technische Aufbau zielt vor allem auf die Konzentration der Paare ab. „Das Gelände ist nicht sehr groß. Unser Course-Designer Rüdiger Schwarz hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Technisch war dieses Jahr der Cross deutlich anspruchsvoller als im letzten Jahr. Bei den neuen Aufgaben muss noch häufiger das Tempo reduziert werden“ sagt Bundestrainer Hans Melzer. Vor allem Albert Schäfer, Vorstandsmitglied des WRFC, freute sich über die Bodenbedingungen im Gelände. Dabei war ihm am Freitag bei den extremen Regenschauern noch nicht zum Lachen zumute. „Im nächsten Jahr wässern wir aber lieber ordentlich vom Fass und nicht von oben“, lachte Schäfer nach dem gelungenen Abschluss der Prüfung.

Chance für Nachwuchsreiter und Pferde:

Sponsor der Drei-Sterne-Prüfung ist Prof. Dr. Heicke. Der U25-Förderpreis Vielseitigkeit ist ebenfalls Teil des Wiesbadener Programms. „Mein Ziel ist es, den Nachwuchs zu fördern und den jungen Reitern die Möglichkeit zu bieten, in den Sport hineinzuwachsen. Die Youngster müssen unterstützt werden, denn die Pferde sind immer nur so gut wie ihre Reiter“, sagt Prof. Dr. Heicke. Beim U25-Förderpreis siegte Stephanie Böhe auf Haytom. Sie erhält einen Zuschuss von 1.500 Euro für ihre weitere Ausbildung. Platz zwei belegte Felix Etzel mit Bandit und Dritter wurde Finja Bliesemann auf Drecoll.

Die Ergebnisliste finden Sie hier.