Hochspannung bis zum Schluss: Sarah Cohen siegt mit Treason bei der Drei-Sterne-Prüfung in Wiesbaden

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Hochspannung bis zum Schluss: Sarah Cohen siegt mit Treason bei der Drei-Sterne-Prüfung in Wiesbaden

81. Internationales Pfingstturnier Wiesbaden / Preis der Familie Prof. Dr. Heicke CIC 3*/ Amazonen aus Großbritannien, Deutschland und Schweden setzen sich durch

(sls) Regenschauer, Blitz und Donner – vor der finalen CIC 3* Prüfung am Samstagnachmittag stand eine Zeitlang nicht fest, ob der diesjährig Geländeritt überhaupt stattfindet. Doch um 15 Uhr war wieder strahlender Sonnenschein im Schloßpark zu Biebrich, so dass die Prüfung mit einer Dreiviertelstunde Verspätung starten konnte und die 23 Starter sich bei angenehmen Temperaturen auf die 28 Hindernisse, die es in 5,50 Minuten zu überwinden galt, konzentrieren konnten.

Sarah Cohen, die nach der Springprüfung auf Rang drei lag, siegte mit 46,8 Punkten in der Gesamtwertung. Zusammen mit ihrem Vierbeinigen Partner Treason bestritten sie den Geländeritt in nur 6:05 Minuten. Einen tollen Ritt legte Julia Krajewski mit Chipmunk FRH hin. Nachdem Julia nach dem Springen auf Rang 5 zurückgefallen war, konnte sie im Gelände sogar zwischenzeitlich mit ihrem schnellen Ritt die Führung übernehmen. Am Ende belegte sie mit 54,2 Punkten in einer Zeit von 6:11 Minuten den 2. Platz. Auf Platz drei in der Frauenpower Runde ritt Sara Algotsson Ostholt mit ihrer Stute Reality 39. Die Schwedin beendete die Prüfung mit 55,8 Punkten in einer Zeit von 6:23 Minuten.

Den vierten Platz holte sich mit 58,2 Punkten Stefano Brecciaroli mit Apollo van de Wendi Kurt Hoeve. Platz 5 mit 62,7 Punkten ging überraschend an den Australier William Levett, der nach der Springprüfung auf Rang 13 lag. Andreas Ostholt belegte mit Corvette den 6. Platz. Eine sehr starke Runde ritt Josefa Sommer mit Hamilton. Sie sicherte sich am Ende Platz 7.

Viel Pech hatte in diesem Jahr Ingrid Klimke. Mit SAP Escada FRH ging sie sowohl nach der Dressur- als auch nach der Springprüfung auf Rang 1 in den Cross Country Test. Bis zum Schluss ritt sie sicher und schnell durch das rund drei Kilometer lange Gelände. Als Klimke in die Arena einritt jubelten die Besucher. Doch just am vorletzten Sprung verweigerte Escada zweimal und die Olympiasiegerin endete mit 75,6 Punkten auf Rang 17. Am Rande der Pressekonferenz erwähnte Bundestrainer Hans Melzer, dass Escada lahm gehen würde und dass dies voraussichtlich der Grund für die beiden Verweigerungen am vorletzten Sprung sei.  Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung!

Treason Sarah COHEN (GBR) CIC3* Wiesbaden Event Rider Masters: ©AGENTUR datenreiter, Nadine & Lutz Kaiser Triefenbergweg 2a 65388 Schlangenbad

Große Freude bei den Amazonen:

Sarah Cohen war nach ihrem Sieg total überrascht: „Ich stehe unter Schock. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich gewinne. Ich habe mich einfach nur gefreut teilzunehmen, aber Treason war sehr motiviert, er wollte galoppieren und springen“, freute sich Sarah. Auch Julia Krajewski ist mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden: Wir hatten drei Fehler in der Springprüfung. Für Chipmunk sind das drei Fehler zu viel. Beim nächsten Mal muss ich einfach besser springen“, schmunzelte die Amazone. „Somit bin ich mit dem zweiten Platz sehr glücklich. Auch Sara Algotsson Ostholt freute sich sehr: „Mein Mann hat mich überredet hier zu starten. Ich muss ihm nachher noch danken“, sagte die Schwedin. „Vor einem Monat war ich noch verletzt, aber Reality hat heute richtig für mich gekämpft“.

Reality 39 Sara ALGOTSSON OSTHOLT (SWE) CIC3* Wiesbaden Event Rider Masters: ©AGENTUR datenreiter, Nadine & Lutz Kaiser Triefenbergweg 2a 65388 Schlangenbad

Dank Regen perfekte Bodenverhältnisse im Gelände:

Albert Schäfer, Vorstandsmitglied des WRFC, freute sich über die Bodenbedingungen im Gelände. „Der Regen hat den Boden optimal gewässert. Ich bin nach dem Gewitter extra nochmals alle Hindernisse abgegangen, aber der Boden war durchweg top. Im nächsten Jahr muss es wohl wieder vorher regnen“, lachte Schäfer nach dem gelungenen Abschluss der Prüfung.

Sponsor der Drei-Sterne-Prüfung ist Familie Prof. Dr. Heicke. Die diesjährige Prüfung ist zudem dieses Jahr erstmals Teil der Event Rider Masters Serie. Die Initiatoren der Serie haben das Preisgeld von 15.000 Euro auf stolze 60.000 Euro erhöht.

Außer Konkurrenz ritt in diesem Jahr Michael Jung mit Star Connection. Für den Wallach war dies die erste 3-Sterne-Prüfung. Aufgrund Event Rider Masters Serie und den neuen Regularien ritt das Team ohne Wertung.

Alle Ergebnisse unter: http://rechenstelle.de/2017/wiesbaden/