EM Strzegom: Deutsche Damen in Topform

Heute fand bei strahlendem Sonnenschein der erste Dressurtag der Europameisterschaften im polnischen Strzegom statt. Der Auftakt gelang für die Deutschen nach Maß.

Den Anfang machte die erste Mannschaftsreiterin, Julia Krajewski. Sie stellte den 11 jährigen Selle Français Wallach Samourai du Thot hervorragend vor, viele 8 en wurden von den Richtern schon so früh in der Prüfung gezogen. Das Ergebnis: -36,3 und lange Zeit die klare Führung. Am Ende des ersten Dressurtages bedeutet das tolle Ergebnis Platz 3.

Auch Einzelreiterin Josefa Sommer stellte ihren Hamilton in toller Form vor, eine zu Aachen nochmals verbesserte Dressur wurde mit -41,0 Punkten belohnt. Vor allem in der ersten Trabtour und der Schritttour konnte das Paar wertvolle Punkte einheimsen. Platz 8 (den sie sich allerdings bisher punktgleich teilen muss) nach dem ersten Dressurtag.

Mit viel Spannung wurde die Dressur der zweiten Mannschaftsreiterin, Bettina Hoy, erwartet. Der Start in Strzegom bedeutet für sie das 16. Championat, auf dem sie die deutschen Farben vertritt. Dass sie mit Seigneur Medicott phantastische Dressuren aufs Viereck zaubern kann, die dementsprechend bewertet werden, war allen klar. Der Sieg der Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen gelang den beiden mit einer Dressurbewertung von -26,3. Und die Einzel-Europameisterin von 1997 wurde allen, vor allem ihren eigenen, Ansprüchen gerecht! Mit einem fast immer nahezu perfekten Seitenbild zelebrierte die erfahrene Reiterin mit dem nun 11 jährigen Westfalen-Wallach eine Dressur, die seinesgleichen suchen wird. Eine 10 für den versammelten Galopp, eine 10 für den Schlussgruß und zwei Mal die 10 in der Fußnote für Sitz und Einwirkung des Reiters gesellen sich zu vielen 9er Bewertungen. Die schlechteste Note im gesamten Protokoll ist die Note 7! Das spricht seine eigene Sprache. Mit 83,59% und -24,6 können sie ganz klar die Führung übernehmen. Im Übrigen auch ihr persönliches Bestergebnis auf 3* Niveau..

Übrigens: 2002 stellte Bettina Hoy den bisher ungeschlagenen Dressurrekord bei einem Championat auf. Mit dem leider viel zu früh verstorbenen Woodsides Ashby erritt sie bei den Weltmeisterschaften in Jerez de la Fontera 20,8 Minuspunkte (86,- da ist Seigneur Medicott bei den heute doch anspruchsvolleren Aufgaben nicht mehr weit von entfernt.

Zweiter nach der Dressur ist der Franzose Thomas Carlile mit dem Schimmelhengst Upsilon (-34,4).

Das Team führt nach dem ersten Dressurtag auch ganz klar (-60,9), sage und schreibe 15 Minuspunkte haben die beiden Damen an Vorsprung gegenüber den Franzosen (-75,9) herausgeritten. Mit -82,4 folgen die Briten.

Das wird ein spannender Wettbewerb! Für das Gelände am Samstag haben die Deutschen sich nun einen neuen „big name“ als Unterstützer ins Boot geholt: Nachdem Chris Bartle nun die Briten trainiert, werden die Deutschen von Andrew Nicholson auf den Cross vorbereitet- er wurde bereits von der Kamera im Deutschland-Shirt gesichtet.

  1. Bettina Hoy- Seigneur Medicott -26,4
  2. Thomas Carlile (FRA)- Upsilon -34,4
  3. Julia Krajewski- Samourai du Thot -36,3

Zwischenstand nach Tag 1 Einzel

Zwischenstand nach Tag 1 Mannschaft