CCI4* Prüfung in Lexington/Kentucky: Dibo ist im Prüfungsmodus

Der rund sieben Kilometer lange Viersterne-Kurs in Kentucky zählt zu den größten und bekanntesten Vielseitigkeitsturnieren der Welt. Neben Michael Jung ist von deutscher Seite auch Mannschaftsolympiasieger Andreas Dibowski dabei. Der 48-jährige Profi wird mit seinem Championatspferd FRH Butts Avedon in Übersee starten.

Zur Vorbereitung reitet Dibo in Fontainbleau das CICO3* und die CIC2* in Luhmühlen. Seinen Start in Frankreich sieht er dabei als wichtigste Formüberprüfung für Kentucky an. Gegen Kreuth hat sich Dibo bewusst entschieden. „Prinzipiell ist die Prüfung in Kreuth sehr gut und konditionell ähnlich zu Kentucky, aber die lange Fahrt dorthin ist unnötig belastend für Ave“, so das Multitalent aus dem Norden.

Top Bedingungen in Kentucky:
Ein Start in Badminton wäre für Dibo auch reizvoll gewesen, aber der Buschreiter hat für sich und seinen Rappen die „etwas berechenbareren“ Bodenverhältnisse gewählt. „Ave ist sehr sensibel in Punkto Dressur und Springen. Rein sportlich gesehen haben wir in Kentucky die besseren Bedingungen und diese Möglichkeit wollen wir nutzen. Der Sandboden ist nicht zu tief und nicht zu hart“, betont Dibo.
Seit Januar ist Dibo mit Ave in vollem Gange, die beiden mussten nicht einmal das Training aussetzen. „Es lag kein Schnee und wir hatten im Gelände super Galoppverhältnisse. Zudem waren wir in Warendorf, um dort ein paar Geländesprünge zu absolvieren. Wir sind sozusagen im Prüfungsmodus“, lacht der in Döhle lebende Spitzensportler.

Alle ziehen an einem Strang:
Mit Hilfe von gleich mehreren Personen ist es Dibo gelungen, die Finanzierung für die Reise nach Kentucky zu sichern. „Nach Kentucky fliegt man nicht einfach so, das ist ein teures Unternehmen. Aber die Vorzeichen sind positiv, wir rechnen uns gute Chancen aus. Ave ist in sehr guter Verfassung, so dass wir an unserem Ziel, Kentucky mitzunehmen, festhalten können“, sagt Dibo.

Dibo freut sich sehr über die Unterstützung. Einen Löwenanteil haben dabei die Pferdebesitzer von FRH Butts Avedon Anne-Katrin Butt und Dr. Manfred Giensch. Und auch Butts Aufzüchter Prof. Volker Steinkraus hat bei der Finanzierung gleich zugesagt. „Er findet es toll, dass die Butt’sche Zucht in den USA startet“, erzählt Andreas.

Zudem hat das DOKR doch noch einen Zuschuss zugesagt und Spediteur Guido Klatte ist Dibo mit seinem Angebot entgegengekommen. „Die letzte Entscheidung für Kentucky fällt aber erst nach Fontainbleau. Ave muss in Frankreich nicht unbedingt gewinnen, aber er muss mir ein gutes Gefühl geben, seine Leistung muss mich überzeugen. Dann erst wird der Flug gebucht“, sagt Dibo.

Die neue Saison:
Mit seinen anderen Vierbeinern ist als erster Höhepunkt die 4-Sterne-Prüfung in Luhmühlen anvisiert. Marbach, Vittel oder Wiesbaden dienen dabei als Vorbereitung. „Erst dann werde ich eine gewisse Tendenz spüren und schauen, ob es Richtung Europameisterschaften geht“, sagt Dibo abschließend.

Wir drücken alle Daumen!
Von Sonja Slezacek

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Sind gut in Schuß: Andreas Dibowski und FRH Butts Avedon (Foto: Archiv Julia Rau)