CCI4* Pau – Nachlese 1. Teil Elmar Lesch und Lanzelot

Die Saison ist nun vorbei. Am vergangenen Wochenende fand jedoch noch die CCI4* Prüfung in Pau statt – ein Highlight der Saison für alle, die dort gestartet sind. Monate, die an Vorbereitung für Reiter und Pferd investiert werden, um eine möglichst gute Performance abzuliefern. Schweiß, Fleiß und jede Menge Zeit fließen in die Vorbereitung.

Wir werden Ihnen in den nächsten Tagen Statements der Reiter zu ihrer Prüfung in Pau liefern, sodass Sie einen sanften Ausklang in die Winterpause haben. Wir möchten aber auch im Winter versuchen, Ihnen interessante und unterhaltsame Artikel zu liefern.

Ein Reiter, der sein Pferd sehr bedacht einsetzt, ist Elmar Lesch. Nach einer Verletzungspause seines Lanzelot in der letzten Saison entschied er sich schweren Herzens gegen einen Start bei der 4* Prüfung in Luhmühlen. „Ich habe es bereits zwei Mal versucht, aber es kam immer etwas dazwischen. Es ist mir wohl nicht vergönnt. Aber Pau ist ein tolles Turnier, auch da freue ich mich sehr drauf. Wir haben fleißig unsere Hausaufgaben gemacht und müssen jetzt mal schauen wie es läuft“, erzählte Elmar auf der Hinfahrt nach Pau.

„Insgesamt ist mein Fazit: Ich bin zufrieden, aber es ist sicher noch Luft nach oben. Mit der Dressur bin ich in letzter Konsequenz nicht richtig zufrieden. Lanzelot ist ein Pferd, dem es für die Aufgabe nicht so gut tut, zwei Mal am Tag geritten zu werden. Aber nach der langen Fahrt wollte ich kein Risiko eingehen, da er Dienstag und Mittwoch recht wenig getan hatte. Deshalb habe ich ihn Donnerstagmorgen doch ein bißchen geritten- im Nachhinein war das vielleicht nicht so gut, aber das weiß man ja vorher leider nicht. Die Dressuraufgabe können wir auf jeden Fall besser, aber das Niveau auf dem Viereck ist auch einfach sehr sehr hoch. Drei Fehler schlichen sich in unsere Aufgabe ein, es hätte alles etwas präziser sein können, das kostet dann eben die wertvollen Points. Samstag war ein toller Tag, er gab mir ein super Gefühl und das Gelände hat viel Spaß gemacht. Ich hatte nie das Gefühl, den letzten Tropfen aus dem Pferd rausholen zu müssen, er war schnell erholt und fit nach dem Gelände. Der Springparcours war wirklich sehr schwer, es passierten ja insgesamt viele Fehler. Lanzelot hatte etwas müde Knochen, was nach so einem langen Gelände ja auch normal ist. Natürlich war das etwas schade, aber ich bin trotzdem zufrieden. Diese Woche hat Lanzelot ein paar Tage etwas Pause und wird dann langsam abtrainiert. 4 Wochen wird er dann gar nicht geritten und ich hoffe, dass das Wetter sich so hält, dass er viel Zeit auf der Wiese verbringen kann. Ich werde ihn dann erst Mitte bis Ende Dezember wieder satteln und ihn langsam wieder ins Training nehmen. 2- 3 Wochen wird er dann neben viel Weidegang spazieren geritten- je nachdem, was das Wetter so mit sich bringt. Den Saisonplan für nächstes Jahr mache ich erst dann, wenn ich ein Gefühl dafür habe, wie er aus dem Winter gekommen ist.“

Bericht: Wiebke Struck