CCI4* Badminton- Sonntag Final Horse Inspection, Statement Hans Melzer

Nach dem schweren Geländekurs wurde der zweite Trot up mit Spannung erwartet. 48 Pferde wurden noch vorgestellt, davon mussten 5 Pferde in die Holding Box. Sam und Hale Bob erhielten aber ohne Probleme das „accepted“.

Alexander Bragg stellte seinen Zagreb nach der Holding Box nicht mehr vor, ebenfalls zog Lissa Green Malin Head Clover nach der Holding Box zurück.

Hale Bob und Sam sind fit für heute, das bedeutet: Daumen drücken für Ingrid Klimke und Michael Jung, die an 1. und 2. Stelle rangieren. Bilder der Top Ten in der Bildergalerie.

Bundestrainer Hans Melzer
Bild: agentur datenreiter

 

Bundestrainer Hans Melzer hat eine klare Meinung zum Geländekurs: „Das war einfach zu schwer. Diese Abfolge von technischen Abfragen, die noch dazu immer am Limit gebaut waren, war einfach zu viel. Es gab kaum Sprünge, die mal Erholung bedeuteten, oder bei denen sich die Reiter wieder sammeln konnten, wenn mal etwas nicht nach Plan lief. Noch hinzu waren einige Distanzen einfach nicht klar genug. Würden wir so einen Prüfung in Deutschland bauen, würden uns alle zerreißen. Ich finde, dass dieses Gelände nicht mehr unser Sport ist. Es gab zu viele unschöne Bilder, die unerfahreneren Paare hatten fast keine Chance nach Hause zu kommen. Die Engländer sind faire Sportsleute und feiern unsere guten Leistungen genauso wie die der anderen. Ingrid und Michi haben hier wirklich tolle Runden gezeigt, sie haben beide eine jahrelange Partnerschaft zu ihren Pferden, das zahlte sich hier aus. Bettina hatte echt Pech, Designer war etwas guckig zu den Treppen hin, daraufhin wollte Bettina ihn etwas auf sich konzentrieren, aber er war gestern einfach nicht ganz bei der Sache. Das gehört nun mal auch zum Sport, sie hat eine ganz vernünftige Entscheidung getroffen. Mit Claas hatten wir abgesprochen, dass er mit einer Verweigerung ruhig weiterreitet, um Erfahrung zu sammeln. Bei einer zweiten Verweigerung hatten wir den Plan, dass er aufhört, das bringt ja dann auch nichts mehr. Er hat dann noch ein paar gute Sprünge geritten, um seinem Pferd ein gutes Gefühl zu geben und nicht mit der Verweigerung aufzuhören. Das war schon sehr gut gemacht von ihm. Wir drücken natürlich allen beiden nachher die Daumen, der bessere gewinnt.“