Andreas Dibowski und FRH Butts Avedon stürzen im Burghley CCI4* Gelände

Andreas Dibowski wählte den CCI4* Klassiker in Burghley für seinen Hannoveraner FRH Butts Avedon aus, da dieser in hervorragender Form war und es eine Schande wäre, ihn nicht an den Start zu bringen. Für die Weltreiterspiele in zwei Wochen erhielt Stallkollegin FRH Corrida den Vorzug.

Schon in der Dressur zeigte sich Avedon bestens aufgelegt, eine der geschmeidigsten, harmonischsten und losgelassensten Prüfungen, die der Wallach ins große Viereck zauberte. Mit -28,5 rangierte das Paar nach der Dressur an sechster Stelle des namhaften Starterfelds.

Doch heute, am Geländetag, kam alles anders als erhofft. Insgesamt beendeten 20 der 65 Paare das Gelände vorzeitig durch Ausscheiden oder Aufgabe.

Ein Paar davon war leider unser einziges deutsches Starterpaar. An Sprung 6, einem Zick-Zack-Oxer bekam Avedon die Weite nicht, löste das Sicherheitssystem aus, kam dennoch in der Landung ins Straucheln und stürzte. Die gute Nachricht vorweg- Pferd und Reiter sind wohlauf.

Andreas Dibowski: „Das ist wirklich bitter, einfach sehr unglücklich gelaufen. Es ging schon vor dem Start nicht so gut los. Ich ritt drei bis vier Minuten vor unserer Startzeit vom Abreiteplatz zur Startbox. Doch durch einen Sturz konnten wir nicht wie geplant los, der Start verzögerte sich insgesamt drei Mal. Insgesamt waren wir dann 15 Minuten an der Startbox, bis es los ging. Das passiert leider, ist aber natürlich nicht optimal. Man bereitet sein Pferd auf den Punkt vor, so eine Verzögerung bringt einen dann etwas aus dem Plan. Avedon galoppierte dann groß los und war ziemlich motiviert- leider so motiviert, dass ich Mühe hatte, ihn vor mich zu bekommen. Er schob so los, dass ich Mühe hatte, ihn dazu zu bringen, mir zuzuhören. Für mich war es dann schwierig, die erste Distanz so zu reiten, wie ich es vor hatte. In der Kombination im Stadion habe ich dann schon einen mehr geritten. 5a-b konnte ich dann gut aus dem Fluß reiten, da dachte ich mir, nur rückwärts reiten ist jetzt auch nicht die Lösung. Das klappte an der Stelle auch gut. Danach folgte eine Galoppstrecke durch eine längere Gasse, in der Avedon so groß galoppierte, dass er nicht mehr hörte. Die 90 Grad Wendung zum Zick-Zack-Oxer (Sprung 6) wollte ich nochmal nutzen, aber ich kam mit meinen Paraden nicht gut genug durch. Er schob zu doll weiter und dadurch kamen wir dann viel zu dicht an den mächtigen Oxer heran. Er bekam die Weite nicht mehr, wodurch wir dann gestürzt sind. Ich hatte Avedon einfach nicht so bei mir, wie es sonst normal ist. Das war wirklich schade und enttäuschend. Zum Glück haben wir uns außer ein paar blauen Flecken nichts getan. Avedon konnte an Sprung 7 eingefangen werden.“

Nach dem selektiven Geländetag über den Kurs von Captain Mark Phillips (der übrigens auch den Kurs der Weltreiterspiele baut) führt der Neuseeländer Tim Price mit Ringwood Sky Boy vor den Vorjahressiegern Oliver Townend und Ballaghmor Class (GBR) und Piggy French mit Vanir Kamira (GBR).

Ergebnisse Burghley CCI4*

Danke an Tim Wilkinson für das Bild aus Burghley!

Andreas Dibowski- FRH Butts Avedon / Burghley 2018 / Photo: Tim Wilkinson, Eventing Images